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Nach Pyro-Zündeleien : Polizei zog FC-Fans die Unterhosen aus

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Das Sonderkommando der „Beweis- und Festnahmeeinheit“ rückte gegen die FC-Fans vor.
Das Sonderkommando der „Beweis- und Festnahmeeinheit“ rückte gegen die FC-Fans vor.
 Foto: privat
Köln/Stuttgart –  

Aufregung um einen Polizeieinsatz! Vor dem Pokalspiel des FC beim VfB Stuttgart wurde der Bus des Kölner Fanclubs „Rut Wiess Colonia“, der nicht zur Ultra-Szene gehört, abgefangen, die Insassen im Stadion einer Ganzkörperkontrolle unterzogen! Eine 28-jährige Frau wurde für die Dauer des Spiels in Gewahrsam genommen.

Was ging denn da ab?

Jens Lauer von der Polizei in Stuttgart klärt auf: „An der Raststätte Lorsch auf der A67 wurde Pyrotechnik gezündet. Daraufhin haben wir uns entschlossen, den Bus in Stuttgart im Stadion zu durchsuchen, wo wir die nötigen Einsatzkräfte hatten. Die Personalien wurden festgestellt, die Insassen kontrolliert.“

In Schildkröten-Formation rückten die Beamten der „Beweis- und Festnahmeeinheit“ wie eine römische Legion an den Bus vor, forderten alle zum Aussteigen auf. Nachdem die Personalien festgestellt wurden, mussten sich die Mitfahrer an eine Wand stellen, wurden mit ihrer Sitzreihen-Nummern fotografiert. Danach ging es in die Stadionwache. „Alle wurden nach Geschlechtern getrennt untersucht“, erklärt Lauer.

Die Kölner Anhänger wurden paarweise in einen Raum geführt. Dort mussten sie sich komplett entkleiden! Lauer: „Pyrotechnik wird oft gut versteckt, in Schuhen oder eben in der Unterhose. Und dann muss man eben auch da nachschauen. Wenn wir schon durchsuchen, dann gründlich. Aber alltäglich ist das für uns sicher nicht.“

Der Fanbus von „Rut Wiess Colonia“ wurde von der Polizei verwüstet.
Der Fanbus von „Rut Wiess Colonia“ wurde von der Polizei verwüstet.
 Foto: privat

Die Ordnungskräfte, die auch mit einem Pyro- und einem Drogenspürhund den Bus durchsuchten, fanden vier pyrotechnische Gegenstände. „Zwei Marke Eigenbau, zwei aus osteuropäischer Produktion. Das ist ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz. Zwei wurden bei Personen gefunden, zwei im Bus“, heißt es bei der Polizei.

Obwohl der Drogenhund anschlug, wurden keine illegalen Rauschmittel gefunden, auch nicht im Müll, der von den Einsatzkräften in den Mittelgang gekippt wurde.

Eine Frau, die sich der Kontrolle verweigerte, wurde wegen Beamtenbeleidigung festgenommen, ein Richter ordnete den Gewahrsam an.

Bei den Fans war die Empörung groß (siehe Interview hier)! Im Internet machten sie ihrem Unmut über die Vorgehensweise der Polizei Luft. Schon im Stadion hatten sie Präsident Werner Spinner (64) und dem zukünftigen Geschäftsführer Alexander Wehrle (37) die Situation geschildert.

Wehrle, der noch in Diensten des VfB steht: „Wir waren im Fanblock und konnten uns ein Bild machen. In meinen Augen ist in diesem Fall die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen nicht gegeben. Gerade in der jetzigen Diskussion um das DFL-Sicherheitspapier sehe ich das kritisch.“

Der Vorsitzende der Kölner „AG Fankultur“, Richter Thomas Schönig: „Für eine Bewertung der Maßnahmen müssen wir den Polizeibericht vorliegen haben. Wir werden uns im Januar mit dem Fanclub Rut Wiess Colonia zusammensetzen, um die Vorfälle aufzuarbeiten.“

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