Köln - Er hatte sich so viel vorgenommen. Aber als sich Eberts Bogenlampe hinter ihm ins Unglück und genau unter die Latte senkte, konnte Thomas Kessler einem nur noch leid tun.
Kölns Jung-Keeper sprang noch hinterher, aber die Kugel lag da schon im Netz. 0:2, das Ding war gelaufen. Und das Berlinerische Motto: „Da kikste wa“ traf auf den unglücklichen Schlussmann brutal zu.
Was für ein trauriges Bundesliga-Debüt! Als Vertreter von Stammtorwart Faryd Mondragon (passte wegen einer Schleimbeutelentzündung in der Schulter) war Kessler nach über eineinhalb Jahren erstmals wieder in die Startelf gerutscht.
Lange hielt er den FC auch im Spiel, rettete sogar einmal glänzend gegen den frei vor ihm auftauchenden Raffael (40.). Doch nur eine Minute später - und nach ersten Sprechchören aus der Südkurve - schepperte es dann doch zum 0:1 im FC-Kasten.
Der Kölner Keeper war dabei völlig schuldlos - wie beim abgefälschten Ebert-Knaller kurz nach der Pause. Kaufen konnte er sich dafür aber nachher nichts mehr!
Poldi-Millionen fließen in den Etat
Der FC möchte mit jungen und motivierten Spielern eine Art Neuanfang schaffen, doch mit den Millionen des Poldi-Transfers ist dabei nicht zu rechnen.
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.