Empfehlen | Drucken | Kontakt19.01.2010 - 23:20 Uhr

FC-Manager: Meier in der Klemme

Von THOMAS GASSMANN, ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN
FC-Manager Michael Meier gerät unter Druck.
FC-Manager Michael Meier gerät unter Druck.
Foto: Bucco
Köln –  

Hektische Betriebsamkeit beim 1. FC Köln. Manager Michael Meier sucht nach der von FC-Coach Zvonimir Soldo gefordeten Verstärkung.

„Wir sondieren ständig den Markt“, sagt der 60-Jährige. Nur fündig wird er nicht. Meier in der Transfer-Klemme. Das Anforderungsprofil ist klar: „Wir brauchen einen Spieler fürs offensive Mittelfeld, der die Stürmer besser in Szene setzt“, sagt Soldo.

Aber auch er weiß: „Es ist schwierig: Ein Spieler, der irgendwo eine feste Größe ist, kostet richtig Geld. Aber Profis, die die meiste Zeit nicht zum Einsatz kamen, haben oft Probleme, ihren Rhythmus zu finden. Das Problem hatten wir ja in der Hinrunde schon zur Genüge.“

In der Tat: Milivoje Novakovic kam nach seiner Leistenverletzung erst zum Jahresende in Form, Sturmpartner Lukas Podolski merkte man die fehlende Praxis in München an. Und Maniche hat bis heute weder sein Kampfgewicht noch seine Leistungsfähigkeit wieder. Aber: Für große Sprünge ist der FC zu klamm, wie die Sparpläne von Finanzchef Claus Horstmann zeigen.

Doch die Konkurrenz ist schwer aktiv: Hertha holte im Winter Gekas & Co., denkt jetzt an eine Verpflichtung von Moritz Volz. Nürnberg bediente sich von der Bayern-Bank mit Breno und Andreas Ottl, jetzt holte Mainz noch den Stuttgarter Jan Simak - für 500.000 Euro. Der FC zaudert weiter. Meier: „Wir sondieren ständig den Markt. Aber wir werden nur aktiv, wenn wir einen Spieler finden, der uns wirklich weiterhilft.“

Die Frage ist: Wer soll das sein? Nach dem Abgang von Wilfried Sanou Richtung Japan sollen weiterhin rund zwei Millionen Euro für Transfergebühr und Gehalt im Etat verfügbar sein.

Aber dem FC läuft die Zeit davon. Nur noch elf Tage hat die Transferliste geöffnet. Und die Stars machen intern Druck. Zwischen Vorstand und Management gehen die Meinungen derzeit auseinander.

Gerüchte, wonach Meier sogar ein Sportdirektor zur Seite gestellt werden soll, dementiert er: „Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich werfe meine Tugenden hier in die Waagschale: Meinen Erfahrungsschatz, Fleiß und Beharrlichkeit. Mein Vertrag, ist gerade erst um 4 Jahre verlängert worden. Warum sollte der Vorstand das tun, wenn er nicht meine Arbeit schätzen würde?“

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