Jochbeinbruch. Intensivstation. Schwellungen im Gesicht, aufgeschürfte Hände. Doch als Michael Meier (60) am Dienstag das Dortmunder Klinikum verließ, hatte er nach seinem schlimmen Roller-Unfall seinen Humor wiedergefunden. „Ich mache Quasimodo Konkurrenz und halte mich an Macchiavelli“, so der FC-Manager lachend, „wenn man intern Probleme hat, muss man außenpolitisch für Geschichten sorgen, die ablenken.“
Doch schnell war dann auch Schluss mit lustig. Sein Sturz bei Tempo 30 kurz vor seiner Haustür in Dortmund-Gartenstadt hätte auch ganz anders ausgehen können. Meiers Einsicht: „Den Roller gebe ich ab. Ich fahre ihn nie wieder. Dabei war er das Geschenk meiner Frau zum 60. Geburtstag.“
Meier war zum Einkaufen unterwegs, als sich die Ereignisse überschlugen. „Ich weiß nur noch, dass ich ausgewichen bin. Dann kam ich erst im Krankenwagen zu mir. Meiner Frau hatte man vergessen Bescheid zu sagen. Im Krankenhaus reichte mir jemand mein klingelndes Handy. Ich nahm ab und sagte ihr: Du Schatz, ich werde gleich operiert.“
Der Familienvater macht sich nichts vor. „Ich hatte einen guten Schutzengel. Ich trug keine Handschuhe, aber Gott sei Dank meinen Helm. Wenn ich am Bordstein aufgeschlagen wäre, daran mag ich gar nicht denken. Ich habe wahnsinniges Glück im Unglück gehabt. Nach der OP wollte ich nur eines: einfach schlafen.“
Trotz der sichtbaren Schrammen gibt sich Meier aber schon wieder „kampfbereit“: „Von Tag zu Tag geht es besser. Ich möchte heute wieder ins Büro arbeiten gehen.“ Nur vor einer Sache hatte er Dienstag noch Angst: „Meine kleine Tochter hat mich noch nicht gesehen. Sie wird erschrecken...“
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