Er ist einer der vier verbliebenen Aufstiegshelden. Kevin Pezzoni (22) kam 2008 als „No Name“ aus Blackburn, machte dann 73 Bundesliga-Spiele für den FC – gilt aber bei vielen Fans als Reizfigur!
Gemeinsam mit Petit hielt er drei Jahre lang den Laden vor der Abwehr dicht. Doch nun steht ein Wechsel bevor. Im Winter will „Pezzo“ für ein halbes Jahr verliehen werden.
„Ich suche eine neue Herausforderung und möchte versuchen, mich woanders weiter zu entwickeln. Es ist wie in der Arbeitswelt: Als Praktikant, der von Anfang an dabei ist, schafft man es auch selten nach ganz oben, weil man immer der Praktikant bleibt“, sagt der 22-Jährige, der gegen Stuttgart wegen eines Magen-Darm-Infektes ausfiel, dem EXPRESS.
Beim FC hatte er zuletzt nicht nur gegen die Gegner zu kämpfen, sondern auch gegen die Pfiffe der eigenen Fans.
„Klar ist das nicht schön, wenn man ausgepfiffen wird. Aber ich habe immer versucht, das auszublenden und das beste zu geben! Im Sport spielen Menschen, die auch Fehler machen – das gehört dazu.“
Nach EXPRESS-Informationen haben Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg starkes Interesse am Hünen bekundet. Aber auch andere Bundesligisten haben sich bei seinem Vater Franco, der ihn sportlich berät, gemeldet. Bereits im Sommer gab es mehrere Angebote, auch eins aus Neapel. Doch der FC, der seinen Marktwert auf 2,5 Mio. € taxiert, hielt an Pezzoni fest.
Zum Saisonstart hatte Pezzoni mit einer schweren Viruserkrankung zu kämpfen und wochenlanges Sportverbot erteilt bekommen. Zuvor spielte er mit der Infektion im Körper gegen den VfL Wolfsburg und lieferte eine schlechte Partie ab: „Ich hätte nicht spielen sollen, aber wollte mich in den Dienst der Mannschaft stellen. Im Nachhinein war es keine weise Entscheidung“, sagt er.
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