Auf dem Feld zeigte die FC-Mannschaft ihre schlechteste Seite, aber auch auf den Rängen blamierte sich Köln am Samstag gewaltig. Immer wieder schallten Diffamierungen gegen Hoffenheims Präsident Dietmar Hopp durchs weite Rund.
Die hätte man überhören können. Doch als der etwas übereifrige Stadionsprecher Michael Trippel („Bitte hören sie damit auf, sie schaden dem FC und Köln“) sich mit der Fankurve anlegte, goss er reichlich Öl ins schwelende Feuer.
Gäste-Coach Ralf Rangnick: „Das Beste ist, man ignoriert die paar Rufer. Erst die Ansage des Stadionsprechers hat dafür gesorgt, dass die richtig laut geworden sind.“ Der Fußball-Professor kritisierte aber auch die Kölner Fans. „Als Trainer der Heimmannschaft wünscht man sich Unterstützung – gerade bei Fans von Traditionsvereinen. Aber ich habe nur noch Diffamierungen gegen uns gehört. In England gäbe es so etwas sicher nicht. Das hilft der eigenen Mannschaft natürlich nicht weiter.“
Doch die hartgesottenen Anhänger haben offenbar große Probleme mit Emporkömmlingen à la Hoffenheim. Auf einer Demo nach dem Spiel kritisierten rund 1000 „Ultras“ die kommerziellen Entwicklungen im Profifußball.
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