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Kampf gegen Krawalle: Liga diskutiert Kölns Anti-Gewalt-Plan

Solche Szenen sollen in Zukunft unterbunden werden.
Solche Szenen sollen in Zukunft unterbunden werden.
Foto: dapd
Köln/Stuttgart –  

Die Sicherheitsdiskussion ist in vollem Gange: Im EXPRESS erklärte FC-Präsident Werner Spinner den Maßnahmen-Katalog der „Köln AG“ (Anti-Gewalt-Gruppe), um friedlichen Fans künftig einen gefahrlosen Stadionbesuch zu ermöglichen.

Längst ist auch die Politik eingeschaltet, in der „Köln AG“ wirkt der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach mit.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) fordert derweil, dass Stadionverbote nicht mehr von Vereinen, sondern von Verbänden verhängt werden, weil die Verbände im Gegensatz zu den Klubs die notwendige Distanz gegenüber Problemfans und die erforderliche Neutralität hätten.

Galls Amtskollege aus Mecklenburg-Vorpommern, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Lorenz Caffier (CDU), fordert zudem ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter.

Das wünscht sich auch Spinner, der die Möglichkeit von Schnellverfahren im Stadion prüfen will. Ralf Ziewer, Sicherheitsbeauftragter bei Bayer 04 Leverkusen hat da Bedenken: „Schnellgerichte im oder am Stadion, ähnlich wie in England, kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Die Vereine haben da gar keine Handhabe, das ist Sache der Innenminister der Länder. Der Anstoß müsste da also von der Justiz kommen.“

Am 17. Juli treffen sich die Vertreter der 56 Proficlubs mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Caffier auf Einladung des DFB und der DFL in Berlin. Caffier will die Ergebnisse dann am 23. Juli seinen Amtskollegen auf einer weiteren Konferenz in Berlin vorstellen, um sie gemeinsam zu bewerten.

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