Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser und FC-Manager Michael Meier - schon von Berufs wegen geraten die beiden langjährigen Funktionäre in ihrer Laufbahn immer wieder aneinander.
Ob Stadionsubventionen oder Plastikklub-Image - um einen spitzen Spruch gegen den rheinischen Rivalen waren beide nie verlegen.
Umso kurioser ist nun, dass sich der FC im Kampf um den Ticket-Schwarzmarkt ausgerechnet Hilfe aus der Holzhäuser-Familie holt. Der Sohn des Bayer-Geschäftsführers, Felix Holzhäuser, geht als Anwalt der Münchner Kanzlei „Bird & Bird“ für die Kölner auf die Jagd nach Schwarzhändler und Internet-Betrügern.
„Ich darf wegen der Pflichten meines Berufsstandes nicht über meine Mandanten sprechen“, mauert Holzhäuser pflichtbewusst. Doch beim FC bestätigt man die Personalie. „Wir haben uns mit anderen Bundesligisten in dem Kampf gegen den Schwarzhandel im Internet zusammengetan und die Kanzlei beauftragt. Bird & Bird sind spezialisiert auf dieses Thema“, sagt FC-Finanzchef Claus Horstmann.
Insbesondere Felix Holzhäuser, der über das Lizenzierungsverfahren von Profiklubs promovierte und in zwei Wochen auf einem Experten- Forum in Neuss einen Vortrag über den „Ticketschwarzmarkt nach dem bundesligakarten.de“-Urteils hält. Ein Fachmann also. Da stören auch die Familienbeziehungen nicht...
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