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Empfehlen | Drucken | Kontakt 26.01.2013 - 20:29 Uhr

Gegenwart gegen Zukunft : Schwieriger Spagat für Stani

Von ALEXANDER HAUBRICHS
Heimarbeit vor der heißen Phase: FC-Coach Holger Stanislawski.
Heimarbeit vor der heißen Phase: FC-Coach Holger Stanislawski.
Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Die sportliche Herausforderung im Kampf um den Relegationsplatz auf der einen Seite. Die finanziellen Zwänge mit einer drohenden Etatreduzierung auf 12 Millionen Euro auf der anderen Seite.

Es ist ein schwieriger Spagat, den Trainer Holger Stanislawski da meistern muss. Denn er weiß: „Fußball ist ein Tagesgeschäft. Aber ich habe auch eine Verantwortung über die Saison hinaus.“

Das macht die Aufgabe für den FC-Coach in der Rückrunde nicht eben einfacher. Denn von 7 Spielern aus dem erweiterten Stamm steht die Zukunft in den Sternen. „Da muss man dann überlegen, wie man vielleicht auch Lösungen für die Zeit danach vorbereitet“, sagt Stani.

Anthony Ujah ist im Sommer kaum zu halten.
Anthony Ujah ist im Sommer kaum zu halten.
Foto: Eduard Bopp

Beispiel Verteidigung: Die (hochdotierten) Verträge von Kapitän Miso Brecko (28), Linksverteidiger Christian Eichner (30) und Abwehrrecke Kevin McKenna (33) laufen aus. Auf rechts testet der Trainer derzeit Reinhold Yabo (20), links hatte Eigengewächs Jonas Hector (22) schon in der Hinrunde die Nase vorn, auf der Position und auch innen ist Kevin Wimmer (20) zu Hause.

Lässt der Trainer die Jungen ran, damit die sich für das nächste Aufstiegsrennen vorbereiten? Oder setzt Stani auf die Routiniers, in der Hoffnung doch noch rauf zu können? Klar ist: Sollte noch eine Abwehrverstärkung kommen, soll es eine Lösung über den Sommer hinaus sein, um nicht noch eine Baustelle aufzumachen. „Wir wollen eine Mannschaft aufbauen und nicht jedes Jahr von vorne anfangen“, sagt der Sportliche Leiter Frank Schaefer.

Beispiel Mittelfeld: Die Leihspieler Tobias Strobl und Daniel Royer (22) sind im Sommer wohl wieder weg. Adam Matuschyk (23), Mato Jajalo (24), Matthias Lehmann (29) und Christian Clemens (21) haben noch länger Vertrag. Gut möglich, dass der hochbegabte Fabian Schnellhardt (19) seine Chance bekommt.

Christian Eichner kämpft um einen neuen Vertrag.
Christian Eichner kämpft um einen neuen Vertrag.
Foto: Eduard Bopp

Beispiel Angriff: Hier ist die Zukunft völlig unklar. Anthony Ujah (22) muss im Sommer nach Mainz zurück, Stefan Maierhofer (30) spielt dank seiner Salzburg-Abfindung sechs Monate zum Billig-Tarif, wird dann für den vielleicht letzten großen Vertrag seiner Karriere das Bestmögliche rausschlagen wollen.

Dahinter blieben Mikael Ishak und Kacper Przybylko (beide 19) bislang torlos, gerade von Ishak hatte man sich mehr erhofft. „Mika hat eine Blockade, vielleicht kann er sich bei der U21 das Selbstvertrauen holen“, sagt Schaefer. Im Angriff muss man sich im Sommer wohl komplett neu aufstellen. Ein Aufstieg würde vieles einfacher machen...

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