Empfehlen | Drucken | Kontakt02.07.2009 - 00:00 Uhr

Fluch oder Segen?: Der Hammer-Start für den FC

Von HERBERT BUCCO und ALEXANDER HAUBRICHS
Ein Hammer-Start steht dem Team von Coach Zvonimir Soldo bevor.
Ein Hammer-Start steht dem Team von Coach Zvonimir Soldo bevor.
Foto: ddp

Bitburg - Kurz vorm Mittagessen ratterte das Fax in der Sportschule Bitburg.

Heraus kam das Werk von DFL-Spielleiter Götz Bender - der neue Spielplan. Und es schlug einigen Kölnern gewaltig auf den Magen: Ein Hammerstart für den 1. FC Köln!

Die ersten Wochen werden für den neuen Coach Zvonimir Soldo und sein Team gleich zu einer richtigen Bewährungsprobe.

Start im Hexenkessel von Dortmund, dann gegen Wolfsburg und Frankfurt zu Hause. Und es geht knackig weiter: In Hamburg, gegen Schalke, in Stuttgart, gegen Leverkusen, dann bei den Bayern!

Erst am neunten Spieltag geht es mit dem FSV Mainz 05 gegen einen vermeintlich „Kleinen“ der Liga. Nicht ohne, oder Herr Meier?

„Das ist aus Sicht des 1. FC Köln kein ausgewogener Spielplan“, klagt der Manager: „Die ersten Gegner auf Augenhöhe kommen am neunten, zehnten, elften Spieltag. Das ist schon hart. Zumal der Start auch Auswirkungen auf den Verlauf einer ganzen Saiosn haben kann.“

„Da sind schon ein paar Brocken dabei“, meint auch Zvonimir Soldo. „Aber mir ist das egal. Wir nehmen jedes Spiel ernst, gehen Partie für Partie an“, sagt Kölns Trainer - und wirkt doch so, als ob er erst einmal schlucken musste.

Doch Bangemachen gilt nicht. Auch Meier weiß: „Gerade gegen die Großen haben wir in der letzten Saison viele Punkte geholt.“

In der Tat: Die Auswärtsspiele beim HSV, dem VfB und den Bayern wurden allesamt gewonnen, auch das Heimspiel gegen Schalke. Gegen Wolfsburg und Frankfurt gab es zumindest Punkteteilungen.

Aus den ersten acht Paarungen des neuen Spielplans holte der FC in der vergangenen Saison 14 Punkte, womit die Kölner sicherlich Anfang Oktober sehr zufrieden wären - so könnte es Götz Bender vielleicht doch gut gemeint haben mit dem FC.

„Am Ende spielt man ohnehin gegen jeden“, weiß Soldo, dass er sich Zeit und Gegner nicht aussuchen kann: „Wir versuchen, das Optimale herauszuholen.“ Bei 14 Punkten würde garantiert kein FC-Fan meckern!

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