Auch nach dem zweiten Training konnte und wollte Stale Solbakken kein Urteil über Neuzugang Chong Tese fällen. Fest steht: Während die Konkurrenten im Abstiegskampf emsig einkauften, gab der FC vier Spieler ab und holte einen Zweitliga-Stürmer.
Immerhin ist Sportchef Volker Finke so überzeugt vom Nordkoreaner, dass er ihn mit einem Vertrag bis 2015 (!) ausstattete. Dabei beklagt sich der Macher doch ständig über die langen Kontrakte, die Vorgänger Michael Meier abgeschlossen hatte.
Claus Horstmann dazu: „Wir haben nach einem Stürmer gesucht, für den das Profil in Zusammenarbeit mit dem Trainer erstellt worden ist. Die letzte Entscheidungsinstanz bei einer Spielerverpflichtung ist aber natürlich immer der Sportdirektor.“
Doch kurzfristig stellt sich die Frage: Reicht dieser eine Schuss für den Klassenerhalt? Solbakken will das nicht bewerten.
„Es ist wahr, einige Klubs in unserer Tabellenregion haben viel getan. Bei uns war von Beginn an klar: Es gibt nur den einen Stürmer.“
Der kommende Gegner Lautern ging da anders vor, verpflichtete neben den Stürmern Sandro Wagner (Bremen) und Nicolai Jörgensen (Leverkusen) auch noch die Polen Ariel Borysiuk und Jakub Swierczok, dazu den Bundesliga-erfahrenen Antar Yahia.
Auch Nürnberg, Augsburg und Mainz mit je drei Zugängen waren aktiver als der FC. Und fuhren günstiger: BVB-Rückkehrer Mohamed Zidan war für Mainz mit 300.000 Euro Ablöse ein Schnäppchen.
Geprasst hat natürlich Wölfe-Trainer Felix Magath, der mit den VW-Millionen acht Profis kaufte. In Freiburg sind es gar neun Neue, einige davon allerdings aus dem Nachwuchs.
FC-Trainer Solbakken muss aus der Not eine Tugend machen: „Wir hoffen, dass wir weniger Verletzungen haben und dürfen nicht so viele Rote Karten kassieren. Das wäre auch schon eine Hilfe.“
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