Die Elternschaft des Georg-Büchner-Gymnasiums in Weiden schlägt Alarm und hat sich aus Sorge um ihre Kinder an Oberbürgermeister Jürgen Roters gewandt.
Ausgerechnet auf ihrem Gelände haben umstrittene „Ultra“-Fangruppen des 1.FC Köln, die „Boyz“ und „Wilde Horde“, Quartier bezogen.
In der Tat: Sie sind offizielle Untermieter im dortigen Jugendzentrum – und das scheint einige Probleme zu machen. Die Eltern sprechen von dauernden Konflikten, Autokorsos, Pöbeleien und Trinkgelagen.
„Zuletzt wurden auch größere Mengen Bier und Schnaps im Außenbereich der Schule gelagert“, schreibt Dr. Maria Müller-Schareck im Namen der Elternschaft.
„Eine Aufforderung an die Schüler, sich zu bedienen.“ Einige Pennäler hätten beherzt zugegriffen – und wären im Unterricht angetrunken gewesen. Alles völlig übertrieben? „Nein“, so Schulleiterin Beatrix Görtner: „Die Vorwürfe stimmen. Die Situation ist unangenehm.“ Auch die Polizei musste schon mehrmals anrücken.
EXPRESS konfrontierte das Kölner Jugendamt mit den Vorkommnissen. Klaus-Peter Völlmecke: „Wir haben von den Beschwerden gehört. Jetzt ist beschlossen worden: Bis Ende Mai können die Boyz und die Wilde Horde die Räumlichkeiten noch nutzen, dann müssen sie eine andere Lösung finden.“ Heißt: Juni ist Abpfiff!
Die drei von der Baustelle
Der FC im Wandel: Mit dem neuen Führungstrio bestehend aus Holger Stansilawski, Jörg Jakobs und Frank Schaefer soll in Köln wieder ehrlicher Fußball gespielt werden. Das Trio steht damit aber vor einer echten Mammut-Aufgabe.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.
Dieses Trio verkörpert das neue FC-Gesicht
„Es ist ein hochemotionaler Club. Ich male mir aus, was im Stadion und in der Stadt los ist, wenn man dauerhaft Erfolg hat“, sagte Jörg Jakobs bei seiner Vorstellung.