Köln - Um 19.44 Uhr ist es geschafft. Herzlich umarmt Lukas Podolski (24) seinen Ex-Mitspieler und Freund Matthias Scherz, dann verlässt er das RheinEnergieStadion und kann nun nicht mehr jede Hand schütteln. Banale Begründung: Er hat Äpfel in der Hand.
Hinter Poldi lagen da knapp zwei Stunden des kölschen Wahnsinns. Nein, es wurde gestern Abend kein Titel gefeiert, es gab nichts umsonst (außer den Eintritt), es wurde kein tolles Rahmenprogramm und schon gar kein spektakulärer Trainingsauftakt geboten. Es gab aber ihn, den Rückkehrer, Prinz Lukas I. Und vor allem wegen des Fanlieblings kamen 20.000 Fans, darunter seine Familie und Freunde.
„Sensationell, mit so vielen Fans hatte ich dann auch nicht gerechnet. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn einem 20.000 Zuschauer zujubeln. Ich freue mich, dass ich wieder in der Heimat bin. Das ist eine ganz besondere Beziehung zum Klub“, sagte der Nationalspieler, der sogar seine eigene Rückkehr-Hymne geschenkt bekommen hat.
Die Kölner Rockband „5vor12“ hatte sich schon zwei Stunden vor Beginn mit Gitarre vor dem Eingang der Nordtribüne postiert. „Poldi kommt nach Haus‘ (Geißbock auf der Brust)“ gab die Band zum Besten, während im FC-Fanshop bereits die roten Poldi-T-Shirts „In Kölle zu Hus“ etliche Abnehmer fanden.
Dabei war Podolski nicht der einzige Neuzugang des FC. Sebastian Freis (kam aus Karlsruhe) hat mit dem Hype um Poldi so gar keine Probleme. „Die Euphorie ist doch gut, wir alle sollten sie mitnehmen“, meinte der sympathische 24-Jährige. Sein KSC-Rekord bei einem Trainingsauftakt bisher: „So 1000 bis 2000 Fans.“
Der neue Trainer Zvonimir Soldo hatte gleich ein Lachen auf dem Gesicht: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Aber ich habe ja schon mal sieben Monate in Köln gelebt und konnte mir in etwa ausmalen, was auf uns zukommt.“
Manager Michael Meier sah sich genau das direkt aus der ersten Reihe an. „Poldi zurück in Köln, das ist wenn der Papst und Angela Merkel heiraten. Ich freue mich für die Mannschaft und für Lukas, der badet ja in dieser Euphorie.“ Der Manager merkt aber auch an: „Wir müssen jetzt ein Stück weit zur Normalität zurückfinden. So kann das ja nicht weitergehen. Das ist auch der Grund, warum wir uns so früh nach Bitburg zurückziehen.“
Auf der Tribüne staunte OB Fritz Schramma: „Das hier übertrifft alle Erwartungen. Wir haben in Lukas Podolski wieder einen echten Lokalmatador in Köln!“ Und der war nach dem „Happening“ einfach glücklich. Und einen „Titel“ hat Poldi mit dem FC bereits gewonnen: „Trainingsauftakt-Meister“ der 1. Bundesliga. Definitiv! Übrigens: Zu Christoph Daums erstem Training waren 2006 „nur“ 9000 Fans gekommen...
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EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.
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