Die Geduld ist offenbar am Ende, der Vertrauensvorschuss aufgebraucht: Der 1. FC Köln hat der Ultra-Gruppierung „Wilde Horde 1996“ die eingeräumten Privilegien bei den Heimspielen im RheinEnergieStadion entzogen. Die Maßnahme gilt zunächst für den Zeitraum der Hinrunde.
Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil Mitglieder der „WH96“ trotz zahlreicher direkter Gespräche verbindliche Absprachen zum friedlichen und gewaltfreien Verhalten in mehreren Fällen gebrochen haben, teilte der Verein mit.
Besonders drastisch wiege der Vorfall nach dem Heimspiel gegen den FC Bayern München, bei dem Anfang Februar im Stadionumfeld zwei Polizeibeamten mutmaßlich von Mitgliedern der „WH96“ schwer verletzt wurden. Eine zugesagte persönliche Entschuldigung bei den Opfern sei bis heute nicht erfolgt.
„Unsere Toleranz als Verein muss da aufhören, wo Menschen verletzt oder bedroht und grundlegende Grenzen eines gewaltfreien Miteinanders im Stadion überschritten werden“, sagte FC-Geschäftsführer Claus Horstmann.
Fan-Clubs, die dem zuwider handeln, dürften nach Auffassung des Vereins nicht durch Privilegien wie Arbeitsausweise, Lagermöglichkeiten und das Betreiben von Info-Ständen belohnt werden.
Die „Wilde Horde“ wurde 1996 gegründet und ist mit 700 bis 800 Mitgliedern zweitgrößter Fanklub des 1. FC Köln. Bei Heimspielen produzieren die Mitglieder aufwendige Choreographien. Doch es gab immer wieder auch Auseinandersetzungen mit der Polizei. 2009
probte die Wilde Horde den Aufstand gegen die Ordnungshüter, weil 38 auffällig gewordene Gewalttäter des Fanklubs bei einem Heimspiel Köln West-Verbot hatten.
„Mit den jetzt ergriffenen Maßnahmen möchten wir verhindern, dass die große Mehrheit unserer friedlichen Fans durch etwaige Sanktionen oder eine Gewaltatmosphäre in Mitleidenschaft gezogen wird. Wir reagieren damit auch auf sich häufende Bitten von anderen Stadionbesuchern und Fan-Clubs, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen“, so Horstmann.
Die Mitglieder der „WH96“ seien nun aufgefordert worden, sich im Rahmen eines „Fan-Kodex“ auf verbindliche Verhaltensregeln und Richtlinien für die Spiele des 1. FC Köln zu einigen und diese in die Tat umzusetzen.
„In diesem Fall hat sich die Führung des 1. FC Köln bereit erklärt, die Sanktionen wieder aufzuheben“, sagte der Fan-Beauftragte Rainer Mendel. Sollte die „WH96“ dagegen auch weiterhin gegen bestehende Absprachen verstoßen, würden die Privilegien über den Zeitraum der Hinrunde hinaus ausgesetzt.
Dieses Trio verkörpert das neue FC-Gesicht
„Es ist ein hochemotionaler Club. Ich male mir aus, was im Stadion und in der Stadt los ist, wenn man dauerhaft Erfolg hat“, sagte Jörg Jakobs bei seiner Vorstellung.
FC kämpft um seine Klein-Sponsoren
EXPRESS erfuhr: Die Zahl der Business Partner und VIP-Sitze wird in der neuen Saison sinken. „Wir haben eine leicht überdurchschnittliche Zahl an Kündigungen“, bestätigt Marketing-Leiter Joachim Lange.
Lotte und seine Sarah trauten sich
FC-Legende Dirk Lottner (40) und seine Sarah (33) gaben sich am Dienstag im Herzen der Südstadt das Jawort!