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FC-Star im Interview : Helmes: „Paderborn war unser Weckruf“

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Patrick Helmes hat einen Wecker mitgebracht und macht den Geißbock wach.
Patrick Helmes hat einen Wecker mitgebracht und macht den Geißbock wach.
 Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Die Paderborn-Pleite muss raus aus den Köpfen!

Patrick Helmes (29) greift sinnbildlich zum Wecker und rüttelt alle, die es mit dem FC halten, wach. „Wir nehmen Sandhausen sehr ernst“, sagt der Starstürmer vor dem Duell am Sonntag beim Underdog. Das Interview!

Ein halbes Jahr sind Sie nun wieder in Köln – Erwartungen erfüllt?

Jetzt bin ich wieder bei meinen Wurzeln. Ich kenne die Wege in der Stadt. Ich spiele wieder für den Club, für den ich Bock habe zu spielen. Auch wenn wir jetzt einmal verloren haben, wissen wir, wofür wir hier Gas geben.

Nach der Pleite gegen Paderborn – was erwartet den FC in Sandhausen?

Sandhausen werden wir, wie jeden Gegner, extrem ernst nehmen. Es wird ein sehr schweres Spiel. Dafür musst du ja nur auf die Tabelle schauen. Fußball spielen können die in der 2. Liga alle. Grundsätzlich machen wir alles sehr viel richtig gut. Nur gegen Paderborn war es schlecht. Das wäre ein Big Point gewesen. Aber solche Spiele kommen vor.

Sandhausen hat 30 Punkte. Paderborn war eine große Warnung, der Weckruf für uns. Wir hatten keinen Zugriff auf den Gegner, die haben gut gelauert und wir haben uns schwergetan. Diesmal Zudem haben wir die Lücke nicht gefunden. Wir haben verdient verloren. Spätestens bei der Video-Analyse haben wir alle gesehen: Das ist nicht die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen.

Sie sind 2008 mit dem FC schon einmal aufgestiegen. Hat sich der Fußball in der 2. Liga verändert?

Grundsätzlich ist er nicht anders. Die 2. Liga ist noch immer hart umkämpft. Klar sind die Stadien voller und das Niveau etwas besser. Aber die Ausgangslage ist genau wie damals. Gegen den FC wollen alle gewinnen. Die Gegner sind extra motiviert.

Wenn Sie die Mannschaften von damals und heute vergleichen – welche ist besser?

Definitiv musst du mit der Mannschaft, die wir haben, um den Aufstieg mitspielen. Die Qualität ist enorm hoch. Wir haben viele junge Spieler drin, die dieses Übergangsjahr letzte Saison gebraucht haben.

Jetzt trägt der Verein die Früchte. Das Fundament ist jetzt wesentlich besser als 2008. Die Talente haben lange Verträge. Der größte Teil der Mannschaft steht einfach.

Damals hatten wir viele Einzelspieler, die sehr gut waren. Aber wir waren keine Einheit. Wir haben viele Punkte liegenlassen, zehnmal verloren damals. Dieses Jahr sind wir viel viel konstanter.

Patrick Helmes im Duell mit Slawomir Peszko.
Patrick Helmes im Duell mit Slawomir Peszko.
 Foto: Eduard Bopp

Und charakterlich ?

Nett waren die Jungs damals auch. Aber jetzt ist es ein anderes Klima. Wir wissen, wofür wir spielen. Die Fans sehen, dass eine Mannschaft da auf dem Platz steht, die für den Klub alles gibt. Und nicht für sich selbst. Die Laune und die Stimmung sind positiv. Keiner schlägt privat über die Stränge.

Vom Nationalspieler zum Zweitliga-Akteur in Sandhausen. Ein Abstieg?

Nein. Dessen war ich mir bewusst, als ich mich im August zum Wechsel entschieden habe. Die Nationalelf ist bei der Entscheidung nie ein Thema gewesen. Ich habe sie schon immer als Bonus zu schätzen gewusst.

Für mich war klar, dass ich zurück zum FC will. An schlechtere Chancen in der Nationalelf habe ich keinen Gedanken verschwendet. Wenn einer meint, ich habe wieder das Zeug, für Deutschland zu spielen, ist es so. Wenn nicht, dann eben nicht. Ich will für den Verein FC alles geben.

Was macht die Hüfte?

Ich habe drei Testspiele verpasst, mehr nicht. Wichtig war, dass ich einen Großteil der Zeit trainieren konnte. Ich bin körperlich in einer richtig guten Verfassung.

Was würde Ihnen der Aufstieg persönlich bedeuten?

Der Aufstieg wäre die Erleichterung pur und es würde sicher auch ein gewisser Druck abfallen. Dass es gepackt ist. Es muss dann aber das Ziel sein, sich in der Bundesliga festzubeißen.

In der Vergangenheit wollte das nie richtig klappen. Jetzt ist das Fundament da. Jetzt können wir die Ziele angreifen, die der FC schon über Jahre verfolgt. Das Gefühl 2. Liga ist nicht richtig präsent für uns, weil wir alle zwei Wochen vor 50.000 spielen.

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