Freitagmorgen, kurz nach 10 Uhr. EXPRESS erwischt Lukas Podolski (26) am Geißbockheim. Lächelnd - und mit Krücken!
„Mir geht’s gut. Am Montag kommt der Gips ab“, sagte uns der Nationalstürmer auf dem Weg zu den Physios, bei denen sich Poldi auf die Pritsche begab. Der lädierte linke Knöchel zwingt das FC-Idol am Sonntag zum Zuschauen.
Am TV drückt Poldi den Kollegen die Daumen, die es jetzt ohne ihn im Kellerkrimi in Kaiserslautern rausreißen müssen. Ausgerechnet in der „Hölle“ Betzenberg, wo der FC seit 1989 nicht mehr siegen konnte.
Ausgerechnet ohne den besten Torschützen, der 31 Scorerpunkte in den vergangenen 34 Spielen (!) verbuchte und beim letzten Gastspiel in Kaiserslautern (im Januar 2011 beim 1:1) das einzige Kölner Tor erzielte.
Ausgerechnet in einer Phase intern tobender Grabenkämpfe rund um den Transfer von Not-Stürmer Chong Tese, den Trainer Stale Solbakken den Trainingseindrücken vom Freitag zufolge hinter Michal Ishak und Odise Roshi als Joker-Alternative Nummer drei sieht...
Doch Poldi macht vor dem so wichtigen Auswärtsspiel Mut! „Ich sehe die Chance für drei Punkte! Wir sind stärker als Kaiserslautern!“, sagt der Superstar im EXPRESS-Gespräch. Er weiß: Lautern ist die ligaweit zweitschlechteste Heimelf, gewann nur zwei von möglichen neun Spielen.
Solbakken nimmt die Truppe darum besonders in die Pflicht: „Das ist die Gelegenheit für die anderen Spieler, zu beweisen, dass wir auch ohne Poldi treffen und siegen können“, sagt Stale, betont aber gleichwohl: „Es kann nicht schnell genug gehen mit seiner Rückkehr. Wir brauchen ihn!“
Am Freitag schaute Poldi mit seinem Freund Nassim beim Training im Stadion vorbei, machte sich ein Bild von der Mannschaft. „Es muss niemand für mich spielen, sondern nur für den Verein“, so Poldi, „Mein Ziel fürs Comeback ist das Derby gegen Leverkusen. Montag nach dem Arztbesuch sehe ich, wie der Fuß reagiert hat.“
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