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FC-Profi vor BVB-Test: Clemens: „Ich will jedes Jahr gegen Dortmund spielen“

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Christian Clemens freut sich aufs Duell mit dem BVB.
Christian Clemens freut sich aufs Duell mit dem BVB.
Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Endlich wieder ein großer Name im RheinEnergieStadion! Der FC empfängt fünf Tage vor dem Rückrunden-Start gegen Aue Meister Dortmund (ab 19.30 Uhr im EXPRESS-Liveticker) zum Härtetest.

Rückkehrer Nuri Sahin, Sven Bender, Neven Subotic - der BVB kommt mit einigen Stars.

Christian Clemens (21) will beweisen, dass der Zweitligist dennoch Paroli bieten kann. Das Interview mit dem Außenstürmer, der in 2013 so richtig durchstarten will.

Sie haben im Trainingslager viel Lob bekommen. Zu Recht?

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Im Sommer hatte ich bis zu meiner Verletzung auch eine gute Vorbereitung. Aber durch die Verletzung war es schwierig, wieder reinzukommen. Auch wegen der Muskelmasse, die ich mir durch zu viel Krafttraining aufgeladen hatte. Aber die habe ich inzwischen abgebaut. In der Winterpause bin ich vier Kilo leichter geworden.

Wie haben Sie das gemacht?

Ich habe das Krafttraining eingestellt. Ich fühle mich fitter, wendiger, beweglicher. Meine Ausdauer ist besser. Und: Wir waren zum Glück über die Feiertage im Familien-Urlaub. Da war das Weihnachtsessen nicht so opulent wie sonst (lacht).

Gegen die „Großen“ – Braunschweig, Lautern, Stuttgart – trafen Sie, sonst nie. Wieso?

Das betrifft ja nicht nur mich. Wir als ganze Mannschaft tun uns gegen die vermeintlich „Kleinen“ schwer. Die stellen sich gegen uns hinten rein, dagegen haben wir in der Vorrunde noch nicht das richtige Mittel gefunden. Das müssen wir jetzt ändern, wenn wir vorne angreifen wollen. Der Trainer erwartet von mir mehr Scorerpunkte und ich von mir selbst auch. Ich weiß, dass ich mehr kann.

Montag geht es gegen den Deutschen Meister. Was denken Sie vor diesem Test?

Da wollen wir wieder hin. In die 1. Liga. Dann werden wir wieder öfter gegen Dortmund spielen. Das wird heute eine gute Standortbestimmung, gerade für die jungen Spieler. Dortmund ist ein Vorbild für jede Mannschaft in Deutschland. Vor fünf Jahren wäre der BVB fast abgestiegen. Dann haben sie den großen Umbruch gemacht. Das war genau der richtige Weg.

Tut es weh, als Zweitligist den Meister zu fordern?

Wir haben uns das selber eingebrockt, wir müssen das jetzt ausbaden. Und wir hoffen, so schnell wie möglich wieder hochzukommen.

Im Sommer sagten Sie Schalke ab. Haben Sie das nie sportlich bereut?

Nein. Der FC ist mein Verein. Für mich kam ein Wechsel nicht infrage, weil ich dem Club helfen will, wieder aufzusteigen. Und: Wenn ich zu Schalke gegangen wäre, wer hätte mir die Garantie geben können, dass ich da wirklich gespielt hätte?

Der FC hat Schulden. Was sagen Sie denen, die fürchten, dass man Sie im Sommer verkaufen muss?

Natürlich will jeder Fußballer in der 1. Liga spielen. Wir haben noch 15 Spiele, es ist noch alles drin für uns. Vielleicht packen wir den Aufstieg ja, dann müssen Sie diese Frage gar nicht stellen.

Würden Sie noch ein Jahr 2. Liga spielen?

Wie gesagt: Jeder Fußballer will in der 1. Liga spielen. Aber ich beschäftige mich jetzt nicht damit, was im nächsten Jahr ist. Ich versuche, alles für den FC zu geben, damit wir Platz drei noch erreichen.

Wie lange hat der Abstieg an Ihnen genagt?

Klar denke ich noch manchmal an die Bundesliga-Zeit, zum Beispiel an unsere Heimspiel-Siegesserie unter Frank Schaefer. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem man sagt: Lasst uns alles tun, um da wieder hinzukommen! Ich schaue nicht nach hinten, nur nach vorne. Und ich unterstütze den Weg, den wir jetzt gehen, zu hundert Prozent. Man sieht den neuen Geist, den wir in der Truppe haben, auf dem Platz. Nehmen Sie zum Beispiel die Spiele in Regensburg und Stuttgart. Vor einem Jahr hätten wir da richtig die Hucke vollbekommen. Jetzt sieht man den Ehrgeiz und Willen, Spiele zu drehen und zurückzukommen! Der Zusammenhalt ist jetzt riesig.

Das war in der Vorsaison anders. Die Fans spürten das.

Ja. Es war eine schwierige Zeit und nicht schön, nach Niederlagen ans Geißbockheim zu kommen.

Stimmt es, dass Sie Fans in so einer Nacht in Ihrem PKW heimgefahren haben?

Ja. Ich habe mal einen Fan nach Hause gebracht. Ich kannte ihn, er hat mich höflich gefragt. Und bevor sich die Situation hochschaukelte, habe ich ihn heim gefahren.

Was gibt’s privat Neues, wann heiraten Sie?

Meine Freundin Lynn und ich sind jetzt zweieinhalb Jahre zusammen. Wir lassen uns noch Zeit.

Und wann spielen Sie mit Ihrem Bruder zusammen?

Das wäre ein Traum, mal mit ihm beim FC in einer Mannschaft zu stehen. Er spielt in der U19, hat die Voraussetzungen und ist sogar ein bisschen ehrgeiziger als ich.

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