Empfehlen | Drucken | Kontakt20.02.2010 - 22:52 Uhr

Köln kassiert 1:5-Klatsche: FC-Gurken durch den Cacau gezogen

Von ALEXANDER HAUBRICHS
1. FC Köln gegen Stuttgart - die Bilder
Köln –  

So wurde der FC selten durch den Cacau gezogen: 1:5-Pleite gegen „Lieblingsgegner“ VfB Stuttgart, im heimischen Stadion bis auf die Knochen blamiert und von den eigenen Fans verhöhnt.

Lukas Podolski zeigte Verständnis: „Wer so hoch verliert, braucht sich nicht zu beschweren.“ Vier Tore schoss allein sein Nationalmannschaftskollege Cacau und besiegelte damit eine der höchsten Heimniederlagen der FC-Geschichte.

Die höchsten Heimniederlagen

1:6 gegen VfB Stuttgart (1990/91)

1:6 gegen Bor. Dortmund (1994/95)

0:5 gegen Karlsruher SC (1989/90)

1:5 gegen VfB Stuttgart (1996/97)

1:5 gegen Mönchengladbach (1984/85)

0:4 gegen Hoffenheim (2009/10)

0:4 gegen Wolfsburg (2001/02)

0:4 gegen Bayern München (1993/94)

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Was für eine Blamage! „Das ist ein bitterer Rückschlag. Wir haben versucht, ein bisschen mitzukicken. Aber das können wir gegen solche Mannschaften nicht“, sagt Trainer Zvonimir Soldo. Der hatte nach dem Schalke-Spiel umgebaut, die von Spielern und Umfeld geforderte Aufstellung mit zwei Stürmern und zwei offensiven Außen gewählt.

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Alle Beteiligten bekamen aufs Deutlichste gezeigt, dass dieser FC nicht die Mittel hat, um mit offenem Visier ein Spitzenteam vom Format des VfB Stuttgart unter dem neuen Coach Christian Gross herauszufordern. Soldo: „Jetzt dürfte jedem klar sein, dass es dafür nicht reicht.“

Denn die Quittung kam prompt: Bis zum Pausentee gab es schon dreimal Cacau (13., 31. und 38.)! Mit einem lupenreinen Hattrick brachte der gebürtige Brasilianer die Schwaben in Front. Schorch gelang kurz vor dem Wechsel der Ehrentreffer. Doch Progrebnyak (70.) und wieder Cacau (74.) blamierten die Kölner vollends.

„Wir könnten angesichts unserer Chancen auch mit 3:3 in die Kabine gehen“, meinte Manager Meier. Mag sein, aber es hätte auch da schon 1:6 stehen können. Die einst so gerühmte Kölner Festung wurde von den Stuttgarter Angreifern bis auf die Grundmauern geschleift. Soldo: „Wir haben jede Stabilität verloren.“

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Die Außenverteidiger wurden durch die pfeilschnellen Hleb und Gebhart von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt. Und das vielgerühmte Innenverteidiger-Duo ist nur ein Schatten früherer Tage. Es war grauenhaft! Diva Maniche ließ sich bereits 15 Minuten vor Abpfiff aus dem Stadion fahren. Er verpasste zumindest kein Tor mehr.

Insgesamt wirkt der FC, als sei die Saison angesichts von weiter acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge seit der Pokalpleite in Augsburg gelaufen. „Wer meint, sich jetzt hängen lassen zu können, der ist schief gewickelt. Wir sind noch lange nicht gerettet“, sagt Soldo. Da passt es ins Bild, dass ausgerechnet Adil Chihi, zuletzt noch ein Lichtblick im Team, nun wochenlang wegen seines Syndesmosebandrisses ausfällt. Düstere Zeiten...

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