Die Kölner Polizei zieht eine vergleichsweise positive Bilanz des Derbys.
26 Randalierer wurden in Polizeigewahrsam genommen. Polizeisprecher Ralf Bojack: „Das ist nicht soviel, wie man es für das Spiel erwarten konnte. Es gab die üblichen Rangeleien, ein bisschen Pyrotechnik. Insbesondere auf der Anfahrt gab es einige Ausschreitungen, aber wir hatten keine Verletzten zu verzeichnen“, sagte Bojack.
Gegen 20 Fans mussten die Beamten Strafanzeigen erstatten, unter anderem wegen Sachbeschädigung und Körperverletzungsdelikten. Verletzt wurde niemand.
Gladbach-Fans randalierten bereits bei der Anreise in zwei Sonderzügen. Ein Waggon wurde so stark beschädigt, dass er für die Rückreise nicht mehr benutzt werden konnte, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstag in Düsseldorf berichtete.
Nach Angaben der Bundespolizei in Köln sei die Sachbeschädigung in einem Zug „erheblich“, im anderen „leicht“ gewesen. In beiden Zügen sei auf der Anreise außerdem die Notbremse gezogen worden.
Einige Male kam es zu kleinen Scharmützeln auf den Vorwiesen des Kölner Stadions. So wurde ein Gladbacher (40) dort von gut einem Dutzend Kölnern traktiert. Neun Hooligans wurden festgenommen, als sie die Bahnen mit Borussia-Fans mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beschossen. Ein Fohlen-Anhänger kam wegen Beamtenbeleidigung in Gewahrsam.
In Großen und Ganzen hatten die Ordnungskräfte die Situation aber im Griff, auch wenn die Pyro-Spürhunde am Stadion nicht alle Feuerwerkskörper erschnüffelten und die Gäste in ihrem Block einige Böller zünden konnten.
Die Polizei setzte Reizgas und Hunde ein. Insgesamt waren mehr als 1.000 Polizisten im Einsatz, was zehnmal soviel ist wie üblich bei Bundesligaspielen in Köln. In der Vergangenheit war es bei den Spielen zwischen dem FC und Gladbach des Öfteren zu heftigen Krawallen gekommen.
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