Empfehlen | Drucken | Kontakt27.07.2010 - 14:31 Uhr

Zwei Kölner verhaftet: Fan-Randale im Trainingslager

Von MARKUS KRÜCKEN
Die „Salve-Bar“ am Ortseingang von Tröpolach
Die „Salve-Bar“ am Ortseingang von Tröpolach
Foto: privat
Tröpolach –  

Fan-Randale im Trainingslager! Schon am vergangenen Freitag war es in Hermagor zu einer Schlägerei zwischen einem FC-Fan und einem Einheimischen gekommen.

Am Montagabend, nach dem Testspiel gegen RC Lens (1:2), knallte es dann aber richtig - und das nur zwei Gehminuten vom FC-Mannschaftshotel entfernt.

Beim Spiel gegen RC Lens - Bengalos werden in der FC-Fankurve gezündet.
Beim Spiel gegen RC Lens - Bengalos werden in der FC-Fankurve gezündet.
Foto: Herbert Bucco

Der Tatort: die „Salve-Bar“ in Tröpolach.

FC-Fan-Sprecher Rainer Mendel bestätigt EXPRESS: „Zwischen zwei FC-Fans und Österreichern hat es eine Auseinandersetzung gegeben. Die beiden Kölner sind inhaftiert.“ Es handelt sich um einen 25-jährigen Lagerist und einen 33-jährigen Diplombibliothekar, so die Kärntner Polizei. Ohne Vorwarnung prügelten die Rowdys auf die Gäste ein und warfen anschließend Stühle und Eisentische gegen diese.

Das ist die „Salve-Bar“

Die „Salve-Bar“ in Tröpolach (Kärnten) befindet sich nur zwei Gehminuten vom Mannschaftshotel des 1. FC Köln entfernt.

Ausgeschenkt werden das österreichische Bier Ottakringer, Heineken, Corona, Budweiser, Alpenstoff, Stiegel, Schneider Weisse.

Zudem können Gäste Wasserpfeife rauchen und kostenlos im Internet surfen.

Geöffnet ist die Bar von 15 bis 2 Uhr oder auch länger (so steht es jedenfalls auf der Homepage der Kneipe).

Für Gäste wird jeden Freitag ab 18 Uhr der Grill angeworfen.

Auch bei Facebook ist die Bar vertreten - dort gibt es jede Menge Fotos von vergangenen Veranstaltungen.

Vier Kneipengäste wurden verletzt, davon eine Person schwer. Sie wird im Krankenhaus Villach behandelt. Die österreichische Zeitung „Der Standard“ berichtet, dass es sich bei einem Verletzten um den Mann einer ORF-Journalistin handeln soll, der einen Nasenbruch und Prellungen am ganzen Körper erlitten haben soll.

Auch in einem Nachbarort wurde randaliert - Chaoten verwüsteten eine Disco. Eine FC-Delegation wird den Ort noch am Nachmittag besuchen.

Mendel konsterniert: „Klar distanzieren wir uns davon. Einige wenige trüben das Gesamtbild. Das ist nicht der 1. FC Köln. Es geht um einen Personenkreis von zehn Leuten, denen das Image des FC egal ist. Die anderen 160 Mitgereisten haben sich anständig verhalten.“

Die katastrophale Außendarstellung der Vorfälle auf- und außerhalb des Platzes im Kärntner Trainingslager werden laut Mendel Konsequenzen haben. „Die Täter kriegen ein bundesweites Stadionverbot. Und man muss überlegen, ob es in Zukunft für diese Leute auch Ausreiseverbote gibt - für die Zeit, in der wir im Trainingslager sind.“

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