Empfehlen | Drucken | Kontakt04.04.2011 - 09:11 Uhr

1:0 gegen Nürnberg: Eine Sekunde vor Ende: Novakovic erlöst den FC

Von ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN
Köln –  

Ein Stadion im Freudentaumel. Als alle schon mit der Nullnummer abgeschlossen hatten, spielte Slawomir Peszko mit Lukas Podolski Doppelpass, gab scharf nach innen – und dort stand Milivoje Novakovic und drückte das Leder eine Sekunde vorm Ende zum nicht mehr für möglich gehaltenen 1:0 über die Linie.

Während Assistent Dirk Lottner als Erster jubelnd aufs Feld lief, dampfte der wie ein Rohrspatz schimpfende FCN-Keeper Raphael Schäfer frustriert vom Feld, schmiss seine Kapitänsbinde frustriert weg. In der Kabine tobte der Keeper und ging nach EXPRESS-Informationen die Mitspieler („Warum hat man Dich eigentlich eingekauft?“) an.

Köln gegen Nürnberg: die Bilder
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Den FC-Fans war's egal. „Nie mehr 2. Liga“, skandierten sie nach dem im Abstiegskampf vorentscheidenden Sieg. Der markiert den vorläufigen Höhepunkt der FC-Heimstärke: Sieben Siege in Serie, das gab's in Köln noch nie!

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„Ich bin froh, dass ich bei so einem historischen Sieg dabei sein kann“, sagte Nationalspieler Lukas Podolski.

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Dabei waren die Nürnberger lange ein ebenbürtiger Gegner in einem chancenarmen und von vielen Nickligkeiten geprägten Spielt. Und sie hatten nämlich die größte Gelegenheit der Partie: Pedro Geromel („Der Sieg war Lohn für unsere harte Arbeit“), der nach Muskel- und Rückenverletzung ein tolles Comeback feierte, wehrte einen Schuss von Almog Cohen vor die Füße von Jens Hegeler ab, aber der gebürtige Kölner scheiterte am blitzschnell abgetauchten FC-Keeper Michael Rensing.

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Und der FC? Der hatte gegen die clever verteidigenden Gäste kaum einmal die Führung auf dem Fuß. Und wenn was aufs Tor kam, war Nürnbergs Keeper Schäfer zur Stelle. „Da hatten wir zwei, drei Hundertprozentige, die wir nutzen müssen“, so der FC-Kapitän. Aber dann kam ja Nova eine Sekunde vor dem Ende und den Kölner Karneval wieder ausbrechen ließ.

„Das war ein Klasse-Tor“, freute sich Trainer Frank Schaefer. Nach diesem Happy End fährt der FC selbstbewusst zum Derby nach Gladbach. Podolski erinnert sich nur zu gut an das 0:4 im Hinspiel: „Die Heimniederlage gegen Gladbach war böse. Da haben wir was gutzumachen.“

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