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Druck vom Coach: Stani flippt im Training aus

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Holger Stanislawski in seinem Element.
Holger Stanislawski in seinem Element.
Foto: Herbert Bucco
Köln –  

Schlechte Laune hatte Holger Stanislawski schon den ganzen Morgen. Als er einen Ball holen ging, knurrte er: „Ich grätsche gleich einen ab.“ Dann flippte er auf dem Rasen so richtig aus, „Lass sofort den Ball liegen“, schnauzte der FC-Coach Stefan Maierhofer an.

Es war nur der Beginn einer wahren Tirade, wie sie Stani in seiner Kölner Zeit noch nie öffentlich abgelassen hat. „Dieses Gedaddel hier hat mit Fußball nichts zu tun“, schimpfte er. „Seit anderthalb Stunden üben wir hier und dann so was. Ihr könnt zu Hause absagen, wir trainieren durch. Meine Fresse!“

Ganz so weit ließ es der 43-Jährige nicht kommen, aber deutlich über zwei Stunden mussten die FC-Profis in der Einheit nach dem freien Mittwoch dann doch ran.

Klare Ansagen: FC-Coach Holger Stanislawski beim Training am Donnerstag.
Klare Ansagen: FC-Coach Holger Stanislawski beim Training am Donnerstag.
Foto: Herbert Bucco

„Es gab heute vieles zu korrigieren. Wir wollen mutig Fußball spielen, aber es waren ein paar dabei, die nicht aktiv den Ball haben wollten oder es nicht können, und denen musste man mal Bescheid geben“, sagt der Coach.

Die Niederlage in Lautern hat Stanislawski offenbar mehr zugesetzt, als er vorher zu erkennen geben wollte. „Man kann verlieren. Das ist nicht der Punkt. Aber wir haben viel von dem vermissen lassen, was wir in den Wochen zuvor gezeigt haben: Wir haben eben nicht mutig Fußball gespielt, sondern waren viel zu passiv. Dann muss man auch mal einen Schritt zurückgehen und sich im Training die Dinge wiederholen, die uns davor starkgemacht haben.“

Vor der Nachmittagseinheit setzte er zusätzlich ein Videostudium an – insbesondere für Sturmstar Anthony Ujah. „Da ging es um das Anlaufen des Gegners schon vom Sturm, wie ich mir das vorstelle. Wer das nicht begreift oder dazu nicht bereit ist, der sitzt auf der Bank. Egal, wie viele Tore er geschossen hat...“

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