Der FC und seine Kabinen. Ständig gibt es Ärger. Nicht nur am Geißbockheim, wo die muffigen Keller-Katakomben durch einen Luxus-Neubau ersetzt werden sollen. Sondern auch im Stadion!
Die kölsche Kabinen-Posse. Anstatt sich nur aufs Fußballspielen zu konzentrieren und an die eigenen Stärken zu glauben, beschwören einige Spieler und Wichtigtuer rund ums Team im Kampf gegen den Heimkomplex lieber höhere Mächte!
EXPRESS erfuhr: Nachdem schon in der Vorsaison die Mannschaft auf „Anraten“ eines Betreuers von der Heim- in die Gästekabine umgezogen war, stand unmittelbar vor dem Kaiserslautern-Desaster (1:3) der nächste Umzug an. Diesmal bat Keeper Faryd Mondragon (39) darum, nicht die vordere, sondern die hintere der beiden Kabinen im Gästebereich zu nutzen. Aus Aberglauben.
Dabei sind beide Räume fast identisch. Noch schlimmer: Der Umzug kostete ein paar Tausend Euro, weil hinten spezielle Eismaschinen angeschlossen werden musste. Trainer Zvonimir Soldo willigte trotzdem ein: „Wenn die Mannschaft das will, wechseln wir die Kabine.“
Gegen St. Pauli (Sonntag, 12. September) wird man wieder in der Verlierer-Kabine bleiben. „Aber das sind Kleinigkeiten“, sagt Soldo. Findet die Mannschaft nicht. Die ständigen Umzüge sorgen bei einigen Spielern für Kopfschütteln. Kapitän Youssef Mohamad diplomatisch: „Mir ist schnuppe, wo ich mich umziehe. Mehr als 20 Minuten bleibe ich in dem Raum ja nicht. Aber manche Spieler haben in einer anderen Kabine einfach ein besseres Gefühl.“
Aber was soll das für ein Gefühl sein? Im Gästebereich „grüßt“ die Schiri-Kabine nebenan. Beim Gang auf den Rasen zeigt der an der Türscheibe aufgedruckte Geißbock den Spielern das pralle Hinterteil.
Ob das alles gegen St. Pauli hilft, darf bezweifelt werden...
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