Köln - Nachdem sich der ganz normale Wahnsinn um ihn in Köln wieder gelegt hatte, musste der Hauptdarsteller gestern Nachmittag erst mal abschalten.
Ich gehe jetzt in Ruhe etwas essen. Da waren ja sogar noch mehr Journalisten, als ich gedacht hatte. Schön war‘s. Und super war auch diese Chinesin“, sagte Lukas Podolski rund eine halbe Stunde nach seiner offiziellen Vorstellung im Kölner Stadion und klang dabei glücklich und zufrieden.
Die große Poldi-Show. „Pünktlich wie die Maurer“ erschien der Stürmer gestern um exakt 13 Uhr zur Pressekonferenz. Auch die Turnschuhe hatte er passend gewählt: rote adidas-Sneaker zum roten FC-Trikot. Alleine die Tatsache, dass ein überaus gut aufgelegter Poldi wieder leibhaftig das FC-Trikot trägt, sorgt bei den Fans für einen Zustand der Erregung. Und bringt die weiblichen Anhänger heute beim öffentlichen Training (18 Uhr, Stadion, Eintritt frei) gar zum Kreischen: „Poldi, ich liebe dich. Ich will ein Kind von dir“ (Obwohl: Hat er ja schon...).
„Ob wir nun 30, 40 oder 5 Tore machen ist doch egal. Hauptsache wir verbessern uns als Verein in der Tabelle.“ Oder zu weiteren Neuverpflichtungen: „Ich habe den einen oder anderen Tipp gegeben, wen man holen kann. Vielleicht kommt ja einer davon.“ FC-Manager Michael Meier hieß bei Poldi „der Meier“. Und beim TV-Sender NTV (war wie N24 live auf Sendung) sprach Podolski im Abspann unnachahmlich von Champions-League-Träumen mit Köln: „Die Champions-League-Musik kommt da immer über die Mikrofone - das ist immer was Besonderes“, meinte der Nationalspieler, der mit Bayern in der Königsklasse gespielt hatte.
Der mittlerweile 24-Jährige ist gereift - das merkte man auch gestern. Aber trotzdem verfiel er nicht in FC-Bayern-Rhetorik, sondern Poldi brachte auch die Sätze, für die ihn die Leute hier so gerne haben. Sätze nach dem Motto: „Ich mach‘ das Ding rein und fertig.“ Direkt, schnörkellos - wie sein Schuss mit links.Kostproben. Während Poldi lachte, wirkte Meier immer ein bisschen auch so, als wäre er davor einzuschlafen. War aber nur vorgespielt. Den rund 80 Journalisten (15 Kamera-Teams, darunter sogar eines aus China, siehe links) stand ein stolzer Meier ausführlich Rede und Antwort. Nur einmal passte er nicht auf. Da entfuhr ihm ein „Glück auf“, was eher zu seinem Ex-Klub Dortmund gepasst hätte. Poldis Reaktion: Er lachte. Und Glück können ja auch wirklich alle beim FC gebrauchen...
Der Trainingsauftakt des 1. FC Köln: Um 18 Uhr geht's im RheinEnergie Stadion los. center.tv (Köln/Bonn) übeträgt live.
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