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Der Prinz geht: Poldi: Ich bin dann mal weg!

Lukas Podolski im Arsenal-Trikot nach dem Testspiel gegen die Gunners im vergangenen Sommer.
Lukas Podolski im Arsenal-Trikot nach dem Testspiel gegen die Gunners im vergangenen Sommer.
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Am Mittwoch trainierte Lukas Podolski (26) am Geißbockheim. Am Sonntag spielt er mit dem FC in Hoffenheim. Es wird der Beginn einer Abschiedstournee.

Denn jetzt müssen die FC Fans ganz stark sein. Die Entscheidung, die die Stadt seit Monaten bewegt, ist nach EXPRESS-Informationen gefallen: Poldi wird den FC im Sommer verlassen und seinen Vertrag in Köln nicht verlängern.

Und beim FC wird man das genauso wissen. Trainer Stale Solbakken: „Lukas ist im Moment FC-Spieler. Lukas hat Kontrolle über seine Situation, er wird bis zum Ende der Saison alles geben.“ Dann lässt er aber durchklingen: „Ich weiß mehr als ihr.“ Und er sagt nicht mehr, dass die Entscheidung offen ist – weil er sie kennt. EXPRESS erklärt, was nun aus dem FC wird.

Heimat geht dem Kölner Fußball-Prinzen über alles. Doch das Vertrauen in den FC hat Podolski verloren. „Wenn der FC eine Zukunft hätte, würde ich für zehn Jahre unterschreiben.“ Das ist ein Satz von Lukas Podolski. Unter Freunden lässt er ihn immer wieder fallen. Und er sagt ihn mit einer traurigen Stimme.

Denn dieser FC des Jahres 2012 ist nicht mehr der FC, den sich Poldi wünscht und bei seiner Rückkehr aus München 2009 vorgestellt hatte.

Immer wieder betonte Poldi die leeren Versprechungen, die ihm von den Verantwortlichen, von denen aktuell nur noch Geschäftsführer Claus Horstmann übrig ist, gemacht wurden. Er registrierte mit Enttäuschung seit Amtsantritt Volker Finkes die zunehmende Entkölschung des Klubs.

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Was bedeutet der Poldi-Abschied für den FC?

Er monierte immer wieder das ständige Chaos und die Eitelkeiten im Verein. Doch nun hat Poldi resigniert. Der Verein wirkt wie tot auf ihn. Bezugspersonen gibt es kaum noch. Drei Jahre Abstiegskampf haben in ihm den Glauben an eine positive sportliche Zukunft zunichte gemacht.

Und auch das vermeintliche „Traumangebot“ des FC schert ihn nicht. Denn Geld interessiert Podolski nur zweitrangig, ihm ging es um den sportlichen Fortschritt.

Ihn ärgerte, dass die angebliche 5-Millionen-Euro-Offerte an die Öffentlichkeit kam. Diese Gage wäre aber nur in dem optimalen Erfolgsfall über Prämien und Sponsorenzuwendungen von externer Seite zustande gekommen.

Doch diese Zahlungen kann der FC sich sparen. Finke betonte zuletzt, der Verein brauche früh Klarheit. Aber jetzt, mitten im Abstiegskampf? Das ist sicher früher, als Finke lieb ist.

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