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Der FC-Mai 2012: Fünfter Abstieg und sportlicher Neuanfang

Trauriges Ende einer katastrophalen Saison: Chaoten in der Südkurve provozierten durch das Abbrennen von Pyrotechnik einen frühzeitigen Abpfiff.
Trauriges Ende einer katastrophalen Saison: Chaoten in der Südkurve provozierten durch das Abbrennen von Pyrotechnik einen frühzeitigen Abpfiff.
Foto: dapd
Köln –  

In unserem Jahresrückblick fassen wir die Geschehnisse rund um den FC noch einmal Monat für Monat zusammen. Heute: Mai!

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Der FC-Mai 2012

1. Mai: FC-Coach Frank Schaefer spürt nach der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels von Lukas Podolski zum FC Arsenal eine Art Befreiung bei seinem Star. „Klarheit setzt viele Kräfte frei. Lukas wirkt befreit, diesen Eindruck habe ich definitiv“, sagt Schaefer.

2. Mai: Mit emotionalen Worten hat sich Lukas Podolski nach insgesamt 14 Jahren vom 1. FC Köln verabschiedet. „Der FC ist und bleibt mein Verein, das wird immer so sein“, sagt Poldi.

3. Mai: Schotten dicht! Der FC trainiert unter Ausschluss der Öffentlichkeit und igelt sich für das entscheidende Finale gegen den FC Bayern München ein.

5. Mai: Ein weiterer bitterer Tag in der Geschichte des 1. FC Köln: Zehn Minuten vor dem Ende gibt sich der Verein auf. In Berlin steht es 2:0, in Köln liegt der FC gegen die Bayern 1:3 zurück (Endstand: 1:4), der fünfte Abstieg in der Historie dieses einstmals großen Klubs ist besiegelt.

Die Ordnungskräfte in grellem Orange und die Polizisten in Dunkelgrün marschieren auf, während die Anhänger schon in Scharen aus dem Stadion fliehen. Wütende „Absteiger, Absteiger“-Rufe aus der Nordkurve, während der Süden in dunklen Rauch und rote Pyros getaucht wird. Die Spieler suchen fluchtartig die Kabinen auf, während zwei Verteidigungslinien gegen die wütenden Fans aufgebaut werden.

Die Polizei bringt die Lage mit Pfefferspray und gezielten Offensiven unter Kontrolle. Doch Sicherheitsnetze und Werbebanden müssen dran glauben. Draußen heulen einige hemmungslos, bei anderen schlägt der Frust in rohe Gewalt um. Vor der Wohnung von FC-Kapitän Pedro Geromel wüten später frustrierte Chaoten. Dabei war der brasilianische Profi noch gar nicht zu Hause. Ein Nachbar beruhigt die Situation, die Randalierer verziehen sich wieder. Dieser FC ist erst mal am Ende.

6. Mai: Die Planungen für die 2. Liga beginnen. Als Trainer sind Holger Stanislawski, Ralf Rangnick und Mike Büskens im Gespräch.

Beim FC-Abstieg war die Südtribüne des RheinEnergieStadions in schwarzen Rauch gehüllt. Dafür soll der FC jetzt bestraft werden.
Beim FC-Abstieg war die Südtribüne des RheinEnergieStadions in schwarzen Rauch gehüllt. Dafür soll der FC jetzt bestraft werden.
Foto: Eduard Bopp

7. Mai: Wegen der Ausschreitungen beim Saisonfinale wird der Deutsche Fußball-Bund ein Ermittlungsverfahren gegen den 1. FC Köln einleiten. Der Verein wird zu einer Stellungnahme aufgefordert.

8. Mai: Die Verantwortlichen des 1. FC Köln können einen Namen von ihrer Trainer-Wunschliste streichen. Der Fürther Aufstiegstrainer Mike Büskens erteilt dem Klub eine Absage. Nun ist klar: Holger Stanislawski ist die erste Wahl.

9. Mai: Der neue Vorstand um Werner Spinner will Geschäftsführer Claus Horstmann ab sofort genau auf die Finger schauen. Horstmann, der gemeinsam mit den Interims-Bossen Werner Wolf und Josef Sanktjohanser den Klub durch die Krise nach dem Overath-Rücktritt steuerte, dabei aber auch schnurstracks in die Zweitklassigkeit führte, ist nicht mehr der starke Mann am Geißbockheim. Jörg Schmadtke ist für den Sportdirektor-Posten endgültig kein Thema mehr.

10. Mai: Stürmer Mark Uth (20) wechselt zum niederländischen Erstligisten SC Heerenveen. Uth unterschrieb bis 2015. „Ich möchte am liebsten bleiben und eigentlich gar nicht weg“, sagt FC-Keeper Michael Rensing dem EXPRESS, „ich will mit dem FC in der ersten Liga spielen, denn der Klub gehört nicht in die zweite Liga.“ Doch der FC plant den kompletten Schnitt. Top-Verdiener wie Novakovic, Riether, Rensing und Geromel sollen gehen.

11. Mai: Ex-FC-Coach Stale Solbakken wird neuer Trainer beim englischen Premier-League-Absteiger Wolverhampton Wanderers.

12. Mai: Der Schock der Absage von Jörg Schmadtke sitzt tief. Hinter den Kulissen war die Verpflichtung des Sportdirektors aus Hannover beschlossene Sache. Die Kaderplanung, die Verpflichtung von Trainer Holger Stanislawski, alles war mit dem Manager abgestimmt. Doch EXPRESS erfährt: Ein Alternativ-Plan ist entwickelt und von den Gremien abgesegnet. Dabei soll es sich um Dr. Jörg Jakobs handeln, in Aachen und Hannover die „rechte Hand“ Schmadtkes.

In dieser Kabine soll unter Führung von Holger Stanislawski bald wieder eine echte Mannschaft sitzen.
In dieser Kabine soll unter Führung von Holger Stanislawski bald wieder eine echte Mannschaft sitzen.
Foto: Eduard Bopp

14. Mai: Der FC verkündet die Verpflichtung von Holger Stanislawski (42) als neuem Coach! „Ich freue mich auf diese Aufgabe, auch wenn sie nicht einfach wird“, sagt Stanislawski.

15. Mai: Der Neue ist im Dienst. Tag eins für Holger Stanislawski beim FC. Gemeinsam mit seinen Assistenten Peter Nemet und André Trulsen hat Stani am Dienstag seine Aufgaben am Geißbockheim aufgenommen. Ist Stani der Mann, der in Köln wieder Bock auf Fußball macht? Bei seiner Vorstellung verbreitet er Aufbruchstimmung.

21. Mai: Nach Sascha Riether bekommt auch Torwart Michael Rensing von Koordinator Frank Schaefer den „Laufpass“. Wir planen mit Timo Horn - so das Statement aus Vereinssicht. Der FC bemüht sich derweil um eine Rückkehr von Thomas Bröker.

Jörg Jakobs, Frank Schaefer und Holger Stanislawski posieren im RheinEnergieStadion.
Jörg Jakobs, Frank Schaefer und Holger Stanislawski posieren im RheinEnergieStadion.
Foto: Herbert Bucco

22. Mai: Die neue sportliche Führung des 1. FC Köln ist komplett! Der Verein bestätigt, dass Frank Schaefer und Jörg Jakobs gemeinsam mit Trainer Holger Stanislawski den neuen FC bauen sollen. Jakobs wird die Funktion des Leiters Kaderplanung und Transfermanagement übernehmen. In dieser Aufgabe soll er in Zusammenarbeit mit Schaefer, Stanislawski und der Geschäftsführung die Planung des Lizenzspielerkaders koordinieren und somit die Bereiche Spiel- und Spielerbeobachtung sowie Transfermanagement verantworten.

23. Mai: „Es ist ein hochemotionaler Club. Ich male mir aus, was im Stadion und in der Stadt los ist, wenn man dauerhaft Erfolg hat“, sagt Jörg Jakobs bei seiner Vorstellung.

24. Mai: Matthias Lehmann ist ein möglicher FC-Neuzugang. Der Mittelfeldspieler ist bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag und gerade erst mit den Hessen aufgestiegen. Für „Matze“ spricht, dass Trainer Holger Stanislawski ihn ganz genau kennt: Er trainierte den 28-Jährigen beim FC St. Pauli.

26. Mai: Miso Brecko muss für seine alkoholisierte Autofahrt an Karneval insgesamt 20.000 Euro Strafe zahlen.

Perfekt: Fortuna-Aufstiegsheld Thomas Bröker wechselt zum FC.
Perfekt: Fortuna-Aufstiegsheld Thomas Bröker wechselt zum FC.
Foto: dapd

30. Mai: Vollzug: Stürmer Thomas Bröker (27) wechselt zur kommenden Saison von Fortuna Düsseldorf zum 1. FC Köln! „Der FC war und ist für mich eine absolute Herzensangelegenheit. Ich werde mich mit aller Kraft für die neuen Ziele einsetzen. Speziell Cheftrainer Holger Stanislawski hat mich in persönlichen Gesprächen von dem eingeschlagenen Weg des 1. FC Köln voll überzeugt“, sagt Bröker.

31. Mai: Die neue Sportliche Leitung entscheidet sich für den 19-jährigen Timo Horn als Stammkeeper. „Uns ist wichtig, dass dieser Schritt nicht als eine Entscheidung gegen die bisherige Nummer eins, Michael Rensing, sondern für Timo Horn verstanden wird“, kommentiert Frank Schaefer, Leiter Sport des 1. FC Köln, die Maßnahme. FC-Talent Mitchell Weiser wechselt bereits im Sommer zum FC Bayern München - ein Jahr vor Vertragsende! Die Ablöse soll rund 500.000 Euro betragen.

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