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Der FC-März 2012: Bus-Attacke, Finke-Aus und Kandidaten-Machtkampf

Und weg: Volker Finke ist nicht mehr Sportdirektor beim 1. FC Köln.
Und weg: Volker Finke ist nicht mehr Sportdirektor beim 1. FC Köln.
Foto: dpa
Köln –  

In unserem Jahresrückblick fassen wir die Geschehnisse rund um den FC noch einmal Monat für Monat zusammen. Heute: März!

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Der FC-März 2012

1. März: Die Ergebnisse der EXPRESS-Umfrage zum wahrscheinlichen Abgang von Lukas Podolski sind eindeutig: 76,1 % der User verstehen, dass Lukas „jetzt an seine eigene Karriere denken muss“. 82,2 % bleiben auch nach seinem Abschied Poldi-Fans, indem sie sagen: „Ich drücke ihm die Daumen, egal, wo es hingeht.“

2. März: Böse Überraschung für FC-Trainer Stale Solbakken. Als er in Junkersdorf aus seiner Haustür kommt, ist der BMW seiner Frau nicht mehr da. Im EXPRESS-Interview versichert der Norweger: „Ich habe keine Angst um meinen Job.“

4. März: Mit seinem 16. Saisontor rettet Lukas Podolski dem FC ein 1:1-Unentschieden bei der TSG Hoffenheim. Und eines ist klar: Auch wenn der Kölner Superstar den Klub zum Saisonende verlassen sollte – bis dahin wird er dringend gebraucht!

Busfahrer Gerd. D. in seinem von Kölner Chaoten zertrümmerten Bus.
Busfahrer Gerd. D. in seinem von Kölner Chaoten zertrümmerten Bus.
Foto: Meyer

5. März: Einige gewaltbereite Anhänger des 1. FC Köln haben nach der Partie in Hoffenheim erneut die gesamte Fanschar in Verruf gebracht: Die FC-Hools attackierten auf der Autobahn A3 Anhänger des Erzrivalen Borussia Mönchengladbach! Der Busfahrer berichtet geschockt: „Die Hooligans sprangen aus den Fahrzeugen, und ich wusste, dass das jetzt lebensgefährlich wird. Denn sie hatten rote und weiße Steine, Ketten und Stahlrohre dabei und gingen auf den Bus los.“

6. März: Nach Angaben des 1. FC Köln befinden sich unter den Tatverdächtigen nach dem Überfall auf den Bus auch Mitglieder der FC-Ultra-Gruppierung „Wilde Horde“. „Wir erwarten vom Fan-Club Wilde Horde eine öffentliche Distanzierung von den Tätern und eine Entschuldigung bei den Betroffenen der Attacke auf den Bus der Anhänger von Borussia Mönchengladbach“, erklärt der FC-Fanbeauftragte Rainer Mendel.

7. März: Podolski erhält in London den Vertrag seines Lebens! Nach EXPRESS-Informationen haben die Londoner ein ganz dickes Paket für Poldi geschnürt.

8. März: Im Nachgang der Bus-Attacke entzieht der Verein der Ultra-Fangruppierung „Wilde Horde“ alle Privilegien bei Heimspielen.

9. März: „Wir sind an all den besten Spielern in der Welt interessiert. Podolski ist einer von ihnen“, adelt Arsenal-Coach Arséne Wenger das FC-Idol, das er auf seiner Einkaufsliste für den Sommer ganz ganz oben stehen hat.  

Kobiashvili greift Podolski im Nacken. Der befreit sich lediglich aus der Umklammerung, aber der Schiri gibt Rot.
Kobiashvili greift Podolski im Nacken. Der befreit sich lediglich aus der Umklammerung, aber der Schiri gibt Rot.
Foto: Eduard Bopp

10. März: Neun Kölner schlagen die Hertha aus Berlin 1:0 – drei ganz wichtige Punkte für den FC! Aber Schiedsrichter Guido Winkmann verliert seine Nerven und die Kontrolle über das Spiel und schickt Mato Jajalo und Lukas Podolski mit Rot vom Platz. Beide Entscheidungen sind kaum nachvollziehbar. Auch die Berliner beenden die Partie nicht vollzählig. Kobiashvili sieht Gelb-Rot. Samstagabend, kurz nach 21 Uhr gibt der Verein eine Pressemitteilung heraus, deren Inhalt kaum brisanter sein kann. Ihre Botschaft: Sportdirektor Finke ist weg - sofort!

11. März: Der FC erklärt den Finke-Rauswurf, der Ex-Sportdirektor lacht den überraschenden Abgang weg. FC-Coach Stale Solbakken gibt zu: „Unser Verhältnis hätte besser sein können.“

12. März: Podolski und Hertha-Kapitän Lewan Kobiaschwili flogen beide vom Platz. Der Berliner: „Der Platzverweis für mich war zu hart – für den Gegner auch.“ Es bringt nichts: Der DFB sperrt Poldi für ein Spiel.

13. März: Werner Wolf, Josef Sanktjohanser, Alexander Wüerst und Klaus R. Behrenbeck lenken als Gesellschafter-Ausschuss nun die Geschicke des Klubs. Nach der überfälligen Trennung von Volker Finke müssen sie nicht nur einen Präsidenten finden, sondern auch noch über die Neubesetzung der Sportdirektor-Position entscheiden. Und das alles ehrenamtlich. Der FC kündigt zudem Einspruch gegen das Poldi-Urteil an. „Der Klub hält das Urteil für falsch - aus Sicht des Klubs liegt ein klarer Wahrnehmungs-Irrtum des Schiedsrichtergespanns vor.“

Kölner Fußball-Legende aus der Südstadt: Ernst Günter Habig spielte für den FC, die Fortuna und Viktoria.
Kölner Fußball-Legende aus der Südstadt: Ernst Günter Habig spielte für den FC, die Fortuna und Viktoria.
Foto: Dahmen

14. März: Trauer beim 1. FC Köln: Der frühere Meisterspieler Ernst Günter Habig ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren in der Kölner Uni-Klinik.

15. März: FC-Stürmer Lukas Podolski wird bei der Verhandlung seiner Rot-Sperre persönlich vor dem Sportgericht des Deutschen Fußballbundes in Frankfurt am Main erscheinen. Die „Wilde Horde“ verliert den Status eines offiziellen Fanclubs. Ausschlaggebend für diesen Schritt war nicht zuletzt eine Razzia der Polizei. Dabei wurden unter anderem zahlreiche Waffen und Sprengstoffe sichergestellt.

16. März: Der FC-Tross bricht am Mittag zur Verhandlung über Poldis Rot-Sperre nach Frankfurt auf. Die Verhandlung ist für 14.45 Uhr angesetzt. Genau zwei Stunden später fällt das Urteil: Das DFB-Sportgericht lehnt die Rücknahme der Sperre von einer Partie ab. Der DFB begründet Witz-Urteil mit Statuten-Falle. FC-Geschäftsführer Claus Horstmann trifft sich mit Dietmar Beiersdorfer in Köln. Der Ex-HSV-Manager, zuletzt bei Red Bull, ist einer der Top-Kandidaten auf den vakanten Posten. Horstmann bestätigte, es sei ein „Informationsgespräch“ gewesen. „Wir haben miteinander gesprochen. “

18. März: Eine löchrige FC-Abwehr und eine mangelhafte Chancenverwertung sorgen für ein jähes Ende des Kölner Aufwärtstrends. Bei Hannover 96 setzt es für das Team von Stale Solbakken eine 1:4-Niederlage.

Soll nun dem FC helfen: Ex-Bayer-Mann Werner Spinner.
Soll nun dem FC helfen: Ex-Bayer-Mann Werner Spinner.

19. März: Jahrelang stand er an der Spitze der Leverkusener Bayer AG, doch jetzt soll Werner Spinner dem FC wieder auf die Beine helfen. Der 63-Jährige gilt als absoluter Wunsch-Kandidat für den Präsidenten-Posten. „Unser Kandidat für den Vorsitzenden bringt alles mit, was ein Präsident des FC nach unserer Überzeugung auf sich vereinigen sollte: Leidenschaft für den Fußball, Liebe für den FC, Führungsstärke, hervorragende Kontakte und ein gutes Netzwerk in Wirtschaft und Politik sowie das Verständnis einer integrativen Vereinsführung“, berichtet Wolf.

20. März: Es ist ein echter Coup und endlich mal wieder eine gute Nachricht für die leidgeprüften Fans: Von Lokalrivale Fortuna Düsseldorf wechselt Assani Lukimya (26) im Sommer den Rhein hinauf. Im EXPRESS bestätigt Spinner nun erstmals öffentlich, dass er für den Präsidentenposten bereitsteht. „Ja, ich würde das gerne machen, wenn die Mitglieder mir ihr Vertrauen schenken. Ich werde am Freitag im Verwaltungsrat dafür werben, dass er mich und mein Team auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorschlägt“, sagt Spinner. Die „Soko FC“ hat sich Festkomitee-Chef Markus Ritterbach als einen der beiden Vize-Präsidenten ausgeguckt.

23. März: Die Präsentation des neuen FC-Dreigestirns lässt weiter auf sich warten. Die Verwaltungsratssitzung, auf der die Präsidiums-Kandidaten für die Mitgliederversammlung bestimmt werden sollten, platzt.

Ein Häufchen Elend! Die FC-Truppe nach dem 1:6 gegen Dortmund.
Ein Häufchen Elend! Die FC-Truppe nach dem 1:6 gegen Dortmund.
Foto: dpa

25. März: Was für eine Klatsche! Das Team von Stale Solbakken verliert im eigenen Stadion mit 1:6 gegen den BVB und hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Schmach sitzt tief. So tief, dass FC-Chef Claus Horstmann – normalerweise Nichtraucher – erstmal einen Glimmstengel braucht. Er bricht den Filter ab, zündet die Zigarette an und saugt den Rauch tief ein. Dabei gibt er ein Bekenntnis pro Solbakken ab. „Er sitzt definitiv in Augsburg auf der Bank.“

26. März: FC-Trainer Stale Solbakken bittet um 9.30 Uhr zur Krisensitzung. Und dort geht es wie auch außerhalb des Geißbockheims harmonisch zu.

27. März: Die Präsidentensuche beim 1.FC Köln gewinnt an neuer Spannung. Nach Werner Spinner erklärt auch Karl-Heinz Thielen offiziell seine Bereitschaft zur Kandidatur für das vakante Amt des Overath-Nachfolgers.

28. März: Am Nachmittag schleicht sich die Katze aus dem Sack: Harald „Toni“ Schumacher soll der sportliche Trumpf im Trio des designierten Präsidentschaftskandidaten Werner Spinner sein. Der Machtkampf beim FC: Nichts fürs Zartbesaitete. Wegen seiner kurzfristig ausgerufenen Bereitschaft, sich den Mitgliedern zur Wahl des Präsidenten stellen zu wollen, reagiert die „Soko FC“ auf Kalli Thielen (71) angefressen. „Wir haben in vielen Gesprächen versucht, Herrn Thielen einzubinden. Er hat zu allem Nein gesagt“, erklärt Dr. Werner Wolf dem EXPRESS. „Deshalb bin ich über diesen Vorstoß, noch zu diesem Zeitpunkt, sehr überrascht.“

29. März: Nach 25 Jahren zurück beim FC. Für Toni Schumacher schließt sich ein Kreis. „Das Konzept der Findungskommission hat mich überzeugt“, sagt der langjährige Kölner Stammtorwart im EXPRESS.

31. März: Die Luft wird ganz ganz dünn für den FC. Im Keller-Duell beim FC Augsburg liefern die Kölner eine klägliche Vorstellung ab und verlieren hochverdient mit 1:2. Als der Mannschaftsbus am Abend das Geißbockheim erreicht, stürmen 50 Vermummte den Parkplatz an der Franz-Kremer-Allee. Sie schreien: „Wir sind Kölner und ihr nicht!“

Schlimme Szenen am Geißbockheim: Chaoten bedrohen Profis.
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Foto: Herbert Bucco
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Gute Stimmung beim Mannschaftskreis nach dem Schlusspfiff. Der nächste Dreier ist im Sack.
Die Einzelkritik
Note 1 für Ujah, starker Auftritt von Mavraj

Nur 67 Sekunden war Anthony Ujah auf dem Platz, da machte er das entscheidende Tor des Tages. Wie EXPRESS ihn und die anderen Spieler bewertet – hier geht's zur Einzelkritik.

Anthony Ujah schaut dem Ball hinterher. Die Kugel fliegt vorbei an Werder-Keeper Wolf ins Netz.
Hinein ins Vergnügen
Joker Anthony Ujah trifft nach 67 Sekunden zum Sieg

Selten ging ein Matchplan eines Trainers derart auf, wie der Peter Stögers beim 1:0-(0:0)Sieg in Bremen.

Anthony Ujah war 67 Sekunden auf dem Platz, dann traf er.
Zweiter Sieg in Folge
Joker Ujah sticht - FC gewinnt 1:0 in Bremen

Der FC kann ja doch noch in Bremen gewinnen! Dank eines Blitz-Tores des frisch eingewechselten Anthony Ujah kann der FC den ersten Sieg an der Weser seit 1995 feiern.

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