Empfehlen | Drucken | Kontakt19.04.2010 - 11:31 Uhr

Lukas Podolski: Das muss sich beim FC ändern!

Von MARKUS KRÜCKEN
FC-Star Lukas Podolski
FC-Star Lukas Podolski
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Der Boss hatte die Vorlage gegeben. „Jetzt muss man über das, was in dieser Saison verkehrt gemacht wurde – und da gab es einiges – in Ruhe reden. Das kann man ja jetzt“, sagte FC-Präsident Wolfgang Overath nach dem 2:0 gegen Bochum.

Gesagt, getan. EXPRESS fragte bei Lukas Podolski (24) nach: Poldi – was muss sich ändern in der neuen Saison? Der Nationalstürmer sagt es. Ihm ist es nicht egal, was sich in seinem Klub abspielt.

„Wie reden immer über das große Potenzial unseres FC. Aber seit Jahren ist nicht gerade viel passiert“, beginnt das FC-Idol seine Analyse. Und er nennt seine Wünsche für die Zukunft des FC.

„Wir haben in Köln richtig gute Talente, die aus der eigenen Jugend kommen. Das hat man ja schon in dieser Saison gesehen. Die Jugendabteilung sollte man weiterhin nutzen! Sie ist eine der besten in ganz Deutschland. Gleichzeitig brauchen wir aber auch gute erfahrene Spieler. Dafür muss der Verein ein Risiko eingehen in dem Maß, das möglich ist.“

Schauen wir auf die vielgelobte Anlage des FC im Grüngürtel. EXPRESS hatte schon mehrfach über die dunklen und muffigen Zustände in den Katakomben berichtet. Auch die Trainingsplätze lassen in ihrer Pflege zu wünschen übrig und bieten momentan ein chaotisches Bild. Coach Zvonimir Soldo zog erst neulich Ex-Platzwart Hansi Dentinger zu Rate, um sich vom Fachmann erklären zu lassen, woher die Löcher und der Schmodder kommen.

„Wir haben ein gutes Trainingsgelände“, sagt Poldi, „aber ich finde: gerade die Kabinen entsprechen nicht den Standards eines 1.FC Köln.“ Poldi hängt eben am FC. Deshalb wünscht er sich mehr FC-Gefühl in dem Verein: „Wir müssen uns alle jeden Tag mehr mit dem Verein und dem Fußball beschäftigen. Wir brauchen mehr Identifikation mit und in unserem Klub!“

Und sportlich neue Ziele. Der WM-Fahrer sagt selbstbewusst: „Es kann nicht auf Dauer unser Anspruch sein, immer von Platz 12 bis 18 zu denken. Das haben mir die Verantwortlichen in den Gesprächen vor meiner Rückkehr im letzten Sommer auch so gesagt.“

Grundlage hierfür wäre eine bessere Heimbilanz. Die ist für diese – und war in der letzten Saison bereits abstiegsreif. Dass gerade offensiv und vor allem im RheinEnergieStadion gar nichts zusammenlief, will Poldi überhaupt nicht erst schönreden.

Unabhängig vom bereits feststehenden Transfer des Rumänen Alexandru Ionita (traf am Sonntagabend im Bukarest-Derby für Rapid gegen Steaua doppelt) erklärt der Prinz: „Keine Frage: Mit der Heimbilanz kann man nicht zufrieden sein. Mit diesem Stadion und diesen Fans im Rücken müssen einfach mehr Punkte rausspringen.“

Und Poldi bezieht sich in die Kritik mit ein: „Ich erwarte von mir auch mehr. In der neuen Saison müssen wir selbstbewusst auftreten und kämpfen – wie jetzt gegen Bochum oder in anderen Spielen der Saison.“

Soviel zur Zukunft. Doch gibt es auch Dinge, die dir am Hier und Jetzt gefallen, Poldi? Der Fanliebling lacht: „Natürlich freut es mich, dass wir nach diesem Spieltag vor den Gladbachern liegen. Und das wir nicht mehr gegen Düsseldorf in der Relegation spielen können...“

Weitere Meldungen aus dem Bereich 1. FC Köln
Frank Schaefer steht zu seinem Glauben.
Kölns sportlicher Leiter
Fußballbibel-Stunde mit Frank Schaefer

„Was haben der Glauben und der Fußball gemeinsam? Beide Male muss man sich bekennen! Zum Lieblingsverein. Und zu Jesus Christus!“ Autor David Kadel macht eine Pause. Im Saal der Freikirchlichen Gemeinde Köln-West wird es still.

Das Skandalspiel von Düsseldorf wurde für sieben Minuten unterbrochen, weil Bengalos gezündet wurden. In Zukunft sollen dann Vorhänge den Fans im Gästeblock die Sicht versperren.
Gegen Bengalo-Attacken
Gästeblock: Eiserner Vorhang gegen Pyro-Fans?

Die Zukunft bei Auswärtsspielen: Wenn dort Pyrotechnik gezündet wird, soll ein Vorhang herabfahren und ALLEN Fans im Gästeblock die Sicht versperren.

Christopher Schorch zurück beim FC!
Gespräche mit Kaderplaner
Schorch zieht’s zurück zum FC

Der FC hat sein Lachen wieder! Am Donnerstag schaute FC-Leihgabe Christopher Schorch am Geißbockheim vorbei. Fröhlich betrat er die Geschäftsstelle.

Fußball
Aktuelle Fußball-Tabellen
Anzeigen




DIE NEUE FACEBOOK-SEITE
EXPRESS.DE on Facebook
EXPRESS.DE AUCH AUF
Toplinks
Aktuelle Sportvideos
Alle Videos
Fan-Flieger