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Dank Schlitzohr Clemens: 1:0 gegen St. Pauli: FC würgt sich auf Platz fünf

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Clemens verwandelt den Freistoß direkt zur Führung.
Clemens verwandelt den Freistoß direkt zur Führung.
Foto: Eduard Bopp
Hamburg –  

Der FC ist zurück im Geschäft! Dank eines Geniestreichs von Schlitzohr Christian Clemens bereits nach drei Minuten siegt das Team von Trainer Holger Stanislawski auf St. Pauli, springt erstmals in dieser Saison auf Rang fünf und hat nur noch sechs Punkte Rückstand auf den Tabellen-Dritten 1. FC Kaiserslautern.

Doch viel mehr Gutes gibt es nicht von diesem rassigen Fußball-Abend bei der Rückkehr von Pauli-Legende Holger Stanislawski zu berichten. Dabei war der Boden schnell bereitet: Vor 29063 Zuschauern im erstmals ausverkauften neuen Stadion hatte Christian Clemens Pauli-Keeper Philipp Tschauner verladen und an der schlecht postierten Mauer vorbei eingenetzt.

Kurz vor der Pause sah dann noch Manndecker Markus Thorand Gelb-Rot – das sollte doch reichen, dachten 2500 mitgereiste Gästefans und die komplette FC-Führung auf der Tribüne. „Aber wir haben uns von der Hektik der Paulianer anstecken lassen“, analysierte FC-Vize Toni Schumacher.

Spätestens mit dem Wiederanpfiff ließ sich der FC von der sensationellen Atmosphäre beeindrucken und sich unerklärlicherweise auf ein vogelwildes Hin- und Her-Gebolze ein – und versäumte es mehr als einmal, in aussichtsreichen Kontersituationen das Spiel zu entscheiden.

Stanislawski saß tief zusammengekauert in seinem Sessel und ließ das Auf und Ab laufen. Auch als mit Marius Ebbers und Florian Boll Trainer-Kollege Michael Frontzeck volles Risiko ging, reagierte der Coach, brachte Sascha Bigalke, Matuschyk und den Brasilianer Bruno Nascimento.

Doch Pauli kämpfte, rackerte, haderte mit dem Schiedsrichter Manuel Gräfe, der auch noch Mohr Gelb-Rot zeigte – und hätte durch Ginczek beinahe noch ausgeglichen. Der FC dagegen stand mit Maierhofer und Lehmann allein vor Tschauner – und trotzdem blieb es beim 1:0.

Der Nachweis, eine Spitzenmannschaft zu sein, blieb der FC trotz dem zehnten Spiel ohne Niederlage in Serie schuldig. „Das war ein richtig geiler Fußballabend – mit dem besseren Ende für uns“, sagte Stanislawaski. Und: „Natürlich freuen wir uns über die drei Punkte. Unser großes Problem ist aber, dass wir aus der Vielzahl der Chancen keine Tore machen.“

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