Empfehlen | Drucken | Kontakt03.05.2009 - 00:00 Uhr

Bremens Torwart: Tim Wiese: Liebeserklärung an Köln

Von THOMAS GASSMANN
Tim Wiese (27)
Tim Wiese (27)
Foto: dpa

Köln - Es gibt verrückte Geschichten. Zum Beispiel diese: Da gibt es einen Torwart. Der spielt bei einem Top-Klub in Deutschland. Aber eigentlich will er zu einem (noch) schlechteren Verein.

Es ist die Geschichte des Tim Wiese. Torwart-Titan von Werder. Der 27-Jährige hielt im Pokalhalbfinale gegen den HSV drei Elfmeter. Ein Teufelskerl. „Es läuft gut bei uns“, sagt er vor dem Ligaduell zwischen dem FC und Bremen dem EXPRESS und kommt zum eigentlichen Thema: „Was ist beim FC los?“

Der FC und Wiese - es wäre eine Traumehe. Und der 27-Jährige gibt tatsächlich eine Liebeserklärung für den Kult-Klub vom Rhein ab: „Wenn mein Vertrag in Bremen ausläuft, will ich zurück ins Rheinland. Und dann würde ich gerne im Tor des FC stehen.“

Hoppla, Herr Wiese, warum denn das?„Ich bin in Bergisch Gladbach aufgewachsen, meine Eltern und viele Freunde leben dort. Das Rheinland ist meine Heimat.“ Und der FC? „Er hat ein super Stadion und gute Fans. Im Klub stecken unglaubliche Emotionen. 2012, wenn mein Vertrag in Bremen endet, bin ich 30. Genau das richtige Alter für einen Torwart. Wäre toll, wenn es mit dem FC klappen würde.“

In der Jugend hielt er für Bayer Leverkusen. Dann der Wechsel zu Fortuna Köln. Wiese machte mit tollen Leistungen auf sich aufmerksam - der Lokalrivale FC griff aber nicht zu. Also startete er in Kaiserslautern durch und reifte in Bremen zum Top-Keeper. Aber im Herzen wollte er immer zum FC. Die Liebeserklärung steht, jetzt muss der FC sich diese nur auf Wiedervorlage legen. Denn aktuell ist Wiese natürlich nicht zu bekommen. Wiese: „Ich glaube, wenn ein Klub mich haben wollte, würde ich zehn Millionen Euro Ablöse kosten. Ich denke, dass kann sich der FC nicht leisten.“

Außerdem: Wiese hat mit Bremen noch Großes vor. Pokalfinale gegen Leverkusen gewinnen, dann um den Platz als Nummer eins im Nationalteam kämpfen. Ehrgeizige Ziele eines ungewöhnlichen Profis.

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