Empfehlen | Drucken | Kontakt27.03.2009 - 00:00 Uhr

Ausruhen gilt nicht: Prämien-Doping für Daums Truppe

Von ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN
Hofft auf eine bessere Platzierung: FC-Geschäftsführer Claus Horstmann
Hofft auf eine bessere Platzierung: FC-Geschäftsführer Claus Horstmann
Foto: Bucco

Köln - Im Kampf um den Klassenerhalt war der Sieg in Cottbus ein Meilenstein für die FC-Profis.

Doch Ausruhen gilt nicht. Nach dem freien Wochenende ist für die Kölner Profis volle Konzentration auf das Derby und den danach folgenden Liga-Endspurt angesagt. Denn der FC will im gehobenen Mittelfeld die Saison beenden.

Weil sich das lohnt - für den Club und für die Spieler. „Jeder Platz, den wir nach oben klettern, ist wichtig für uns. Denn er bringt bares Geld“, sagt FC-Geschäftsführer Claus Horst - mann.

Für den FC sind es vor allem die TV-Gelder, die an die Platzierung gekoppelt ist. Die Tabelle der letzten drei Spielzeiten ergeben die Platzierung in der TV-Rangliste. Heißt für den FC erstmal nichts Gutes: „Durch die beiden Zweitliga-Jahre verbleiben wir in der nächsten Saison erst einmal auf einem Abstiegsplatz“, sagt der Herr der FC-Zahlen. „Doch die Platzierung in dieser Saison nehmen wir drei Jahre mit. Und wir haben einiges aufzuholen.“

So bekommt etwa Konkurrent Eintracht Frankfurt in jedem Jahr rund sechs Millionen Euro TV-Gelder mehr. Horstmann: „Da wir sonst ähnliche Rahmendaten haben, ist das ein ganz schöner Batzen.“

Deshalb hat man auch bei den Prämienverhandlungen mit der Mannschaft darauf geachtet, dass man Anreize auch im scheinbar grauen Mittelfeld schafft. „Die Prämien sind vornehmlich über die Punktzahl geregelt“, erklärt Horstmann. Doch EXPRESS erfuhr: Je besser die Platzierung am Ende der Saison ist, umso höher ist auch die Prämie pro Punkt.

Heißt: Manager Michael Meier und Horstmann haben mit Mannschaftsrat um Petit, Faryd Mondragon, Kevin McKenna und Milivoje Novakovic ein System ausgehandelt, damit die Profis auch im scheinbar gesicherten Mittelfeld Gas geben. Meier: „Wir hören mit Sicherheit nicht auf, zu spielen, nur weil wir den Klassenerhalt geschafft haben.“

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