Empfehlen | Drucken | Kontakt12.12.2009 - 21:18 Uhr

Tor- und trostlos Remis in Freiburg: Aber Köln seit sechs Auswärtsspielen ohne Gegentor

Von ALEXANDER HAUBRICHS
SC Freiburg gegen den 1. FC Köln
Freiburg –  

Beinahe ungläubig studierte Michael Meier die Tabelle.

„Bei aller Unzufriedenheit mit dem einen Punkt: Unsere Ausbeute ist schon sensationell. Mit sieben Toren haben wir 15 Punkte geholt. Die Effektivität ist schon beeindruckend.“

Mehr noch: Die Keintorhasen von Trainer Zvonimir Soldo sind jetzt richtige Keintorhelden! In Freiburg stellten sie einen historischen Bundesligarekord auf – denn durch das 0:0 blieb der 1. FC Köln zum sechsten Mal in Folge auswärts ohne Gegentor.

Die Abwehr um Youssef Mohamad und Pedro Geromel machte auch in Freiburg die Schotten dicht – und sicherte so das dritte 0:0 in Serie. „Wir stehen hinten einfach gut, arbeiten alle mit. Da haben es die Gegner schwer“, sagt Nationalspieler Lukas Podolski.

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Bisher hielten die Bayern den Bundesliga-Rekord: Sie blieben in der Saison 2002/03 fünf Auswärtsspiele in Folge ohne Gegentor – und wurden am Saisonende Deutscher Meister. Wie Bayern schaffte auch Leverkusen maximal fünf Spiele auswärts ohne Gegentor (im Jahr 89/90).

Die Freiburger bissen sich an der kölschen Festung die Zähne aus. Kapitän Heiko Butscher: „Der FC steht unheimlich tief, da ist es gerade zu Hause sehr schwierig. Und man darf auch nicht zu sehr aufmachen, denn sie haben vorne pfeilschnelle Leute.“ Allerdings haben die FC-Betonköpfe einen Unterhaltungswert, der gen Null tendiert.

„Wir haben die Schnauze voll“, beschwerte sich ein Großteil der 2200 Kölner Anhänger, die mal wieder ohne Mehrwert ihre Mannschaft begleitet hatten.
Mit neidischen Blicken schauten die Fans auf die Anzeigetafel, wo im Minutentakt die Tore fielen – in Mönchengladbach beispielsweise eins mehr, als der FC in der ganzen Saison geschossen hat!

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Das Problem für Soldo & Co.: Wenn man vorne nicht trifft, tritt man trotz aller guter Abwehrleistungen natürlich auf der Stelle. Meier: „Nur drei Punkte helfen uns in dieser Situation wirklich weiter.

Mit diesem Anspruch sind wir in dieses Spiel gegangen, mit dem gehen wir jetzt in die Partie gegen Nürnberg. Hinten ist ja alles okay, wenn wir jetzt nur noch vorne treffen würden. Aber ein Sieg wäre nicht verdient gewesen, weil wir nicht die Leistung aus dem Bremen-Spiel abgerufen haben.“

So tritt der FC weiter auf der Stelle, Trainer Zvonimir Soldo braucht am kommenden Sonntag endlich einen Sieg – sonst ist sein Job in ernster Gefahr. Rekord hin, Rekord her.

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