Mit einem Seufzer der Erleichterung stieg Stale Solbakken vor dem mondänen Penina Golf & Resort Hotel aus dem Bus. Endlich da! Nach einer 19-Stunden-Anreise hatten es der Norweger und seine Profis gepackt: Der FC ist endlich Portugeil!
Doch der Trip steckte am ersten Tag allen noch in den Knochen. Am Mittwoch um 17 Uhr war der kölsche Tross aufgebrochen, checkte am Flughafen im Hotel ein. Donnerstag um 4.30 Uhr klingelte der Wecker nur allzu früh, um kurz nach fünf Uhr war es der Trainer, der als erster für den Flug über Lissabon eincheckte. Hinter ihm sahen einige Spieler allerdings noch reichlich verschlafen aus. Kein Wunder, bei der Uhrzeit.
Die Maschine der portugiesischen Airline TAP startete pünktlich Richtung Hauptstadt Lissabon, wurde aber ein paar Mal kräftig von Sturmtief „Ulli“ durchgeschüttelt. Bei der Landung musste Solbakken noch einmal zurück in den Flieger, weil er sein Buch, eine Biografie über den norwegischen Ministerpräsidenten, auf seinem Platz vergessen hatte.
In Lissabon hieß es 70 Minuten rumlungern, ehe man um 9.30 Uhr nach Faro flog. Im gemieteten Bus ging es dann zum Hotel, wo man um 11.50 Uhr endlich eincheckte. Fragt sich, ob ein Charter-Flug den Klub viel teurer gekommen wäre...
„Diese Reise muss man auch erstmal wegstecken“, sagt Vize-Kapitän Sascha Riether bei der Ankunft. Aber beim Anblick der tollen Anlage besserte sich auch seine Laune wieder. Und gerade den zwei Portugiesen Petit und Henrique Sereno sowie den Brasilianer Pedro Geromel und Andrézinho, die beide in Portugals erster Liga gespielt haben, zauberte die Sonne bei angenehmen 20 Grad schnell ein Lächeln auf die Lippen. „Für mich ist es das erste Mal an der Algarve. Aber ich freue mich auf das Trainingslager. Es ist schön hier, und bei diesem Wetter macht das Arbeiten noch mehr Spaß als in der Kälte in Deutschland“, sagt Kapitän Geromel.
Doch auf dem Platz war Pedro und Co. die Müdigkeit dann doch anzusehen. „Wake up! Wake up!“, brüllte Solbakken mehrfach. Wacht auf! „Wir mussten einen Mittelweg finden nach dieser Anreise“, erklärte er anschließend. Doch heute will der Coach „anziehen“, dann soll die Post abgehen. Solbakken und der FC sind Portugeil!
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