Als kleiner Junge hat Taner Yalcin mit seinen Eltern im Fernseher immer die Spiele von Fenerbahce Istanbul geschaut. Kein Wunder, dass der in Köln groß gewordene Deutsch-Türke gegen Fener besonders motiviert war.
Angeführt von Yalcin als Regisseur, fegten die jungen Wilden von Trainer Zvonimir Soldo das türkische Top-Team mit 5:2 (3:0) weg und wurden Dritter beim erstmals ausgerichteten ETL-Dom-Cup.
Schon nach 10 Minuten hatte Yalcin mit einem strammen Schuss aufhorchen lassen, dann schickte er Mark Uth, der zog knapp vorbei. Aber dann war es soweit: Traumpass von Yalcin auf Sebastian Freis, der stand mutterseelenallein vor Keeper Volkan und traf zur Führung.
Von den Türken war kaum etwas zu sehen. Trainer Aykut Kocaman: „Ich war erschüttert über unser Spiel. So darf Fenerbahce nicht auftreten.“ Aber die Kölner ließen sie auch nicht. Nach 40 Minuten war Uth durch, Pass, und Yalcin schoss sein Tor Nummer eins.
Fünf Minuten später eine Freistoßgelegenheit aus gut zwanzig Metern, Petit lässt Yalcin den Vortritt, und der zwirbelt das Leder um die Mauer herum ins Eck. Ein Supertor!
„Wir wissen, dass Taner das Talent hat, um sich durchzusetzen. Es liegt nur an ihm“, hofft Coach Zvonimir Soldo auf den Durchbruch des 20-jährigen Eigengewächses.
Aber auch Reinhold Yabo deutete an, dass mit ihm zu rechnen ist: Erst bereitete er Kölns viertes Tor mit einer Traumflanke auf Sebastian Freis vor, dann machte er den fünften Treffer selbst.
Soldo: „Ich wollte starke Gegner, um zu sehen, wie unsere jungen Spieler gegen sie agieren. Und heute war ich damit sehr zufrieden.“
Den Turniersieg sicherte sich am Abend der niederländische Erstligist AZ Alkmaar mit einem 2:1 (1:0) im Finale gegen RSC Anderlecht aus Belgien.
So spielte der FC:
Mondragon (46. Varvodic) - Basala-Mazana, McKenna, Pezzoni, Salger - Matuschyk (46. Yabo) , Petit (78. Matip), Jajalo (72. Buchtmann) - Yalcin - Freis (72. Clemens), Uth (46. Ionita)
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