Über Kevin McKennas Tor wollte keiner jubeln. Denn direkt nach seinem Treffer war im Weserstadion Schluss und der 1. FC Köln stand zum zweiten Mal in der Saison mit leeren Händen da.
Die Elf von Trainer Zvonimir Soldo verlor mit 2:4 bei Champions-League-Teilnehmer Werder Bremen und ist nun Schlusslicht der Bundesliga.
Der Fehlstart ist perfekt, Soldos Rote Laternen schauen sich die Tabelle zwei Wochen von unten an. „Im letzten Jahr hat uns die Abwehr stark gemacht, jetzt sind wir nicht konzentriert genug“, so der Coach auf der Suche nach den Gründen.
Der überragende Neuzugang Marko Arnautovic (21), von den Werder-Fans nur „Astronautovic“ genannt, schoss die Kölner zum Mond. Der Stürmer erzielte zwei Tore und bereitete eins vor. „Er hat heute gezeigt, dass er uns begeistern kann“, lobte Werder-Coach Thomas Schaaf. Der hoch veranlagte Österreicher kündigte an: „Das war noch nicht meine Bestform. Ich kann noch zulegen.“
Das muss der FC auch. Denn mit Mainz, Kaiserslautern und Hannover haben schon drei Klubs sechs Punkte gesammelt, die man am Geißbockheim weit hinter sich wähnte. „Das wird jetzt länger dauern, bis wir da unten raus sind“, schwant Manager Michael Meier nichts Gutes. Dem Spiel in zwei Wochen gegen St. Pauli kommt da schon entscheidende Bedeutung zu. Aber offenbar nicht für die Position des Trainers. „Diese Diskussion führen wir nicht“, sagt Michael Meier.
Vielmehr will man sich auf dem Platz besser präsentieren. „Offensiv haben wir uns schon gesteigert“, sagt Meier und kann bei dem Auftritt eigentlich nur Lukas Podolski gemeint haben, der per Kopf traf und auch sonst einige Aktionen hatte. Hinten klappte wieder mal gar nichts. Ob Brecko, Pezzoni, McKenna, Salger oder Ehret – von Soldos Roten Laternen hatte keiner Bundesliga-Niveau. Meier: „Und nach einem Gegentor lassen wir die Köpfe hängen und kassieren noch eins. Das müssen wir schleunigst abstellen.“
Sollten Sie mit einem mobilen Endgerät (z.B. iPhone) surfen, nutzen Sie bitte diesen Link
Rensing vor Wechsel ins Ausland
FC-Keeper Michael Rensing muss nach EXPRESS-Informationen den 1. FC Köln verlassen. Er steht vor einem Wechsel ins Ausland.
FC-Fahne am Elternhaus
Der 20-Jährige Spieler ist nach dem bitteren Abstieg im langersehnten Familienurlaub in Albanien und hatte für seine Familie ein ganz besonderes Geschenk im Gepäck.
Werder heiß auf Geromel
Noch immer wartet der FC auf die ersten Angebote für seine Altstars, doch allmählich kommt das Transfer-Geschäft ins Rollen. Den Anfang macht nun Kapitän Pedro Geromel, der schon bald an der Seite von Werders Naldo auflaufen könnte.