Das Spiel hatte Nerven gekostet. Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte es beinahe die Sprache verschlagen, Trainer Holger Stanislawski musste „das alles erst mal sacken lassen“.
Und der sportliche Leiter Frank Schaefer brachte es auf den Punkt. „Der Druck war riesengroß, denn wir mussten gewinnen. Das haben wir geschafft!“
Und so baute der FC seine imposante Serie aus: Sieben Punkte gab es in den ersten drei Spielen 2013, seit zehn Partien ist man unbesiegt, und bis auf die Partie in Aalen hat man sogar seit 16 Spielen nicht mehr verloren. „Es ist schwer, gegen uns Tore zu schießen, es ist schwer, uns zu schlagen. Das wissen unsere Gegner“, freut sich der Trainer.
Vor allem dank der imposanten Defensive. Keeper Timo Horn strahlt dort eine für einen 19-Jährigen unfassbare Ruhe aus, Dominic Maroh und Kevin McKenna haben sich als Innenverteidiger-Duo gefunden. „Und wie sich so ein junger Spieler wie Jonas Hector da entwickelt, das sieht man mit Freude“, sagt Vizepräsident Toni Schumacher. „Horn und er wirkten in diesem Abwehr-Fight wie zwei alte Hasen.“
So hat der FC den Rückstand auf Kaiserslautern auf sechs Punkte verkürzt, kann jetzt mit dem Heimspiel gegen Union Berlin richtig Druck auf die Roten Teufel machen, die am Montag bei Hertha BSC antreten müssen. „Wir wollten mit aller Macht gewinnen – egal wie. Jetzt können wir vorlegen. Wir müssen gegen Union diesen Sieg im nächsten Knallerspiel vergolden“, sagt Mittelfeldspieler Matthias Lehmann (29).
„Wir sind jetzt in Lauerstellung“, beschreibt Stürmer Stefan Maierhofer (30) die Situation beim Lautern-Jäger. Und das drückt sich endlich auch in der Tabelle aus. Stanislawski: „Ich hab das Gefühl, dass wir das ganze Jahr Neunter sind. Der Sprung auf Platz fünf tut gut. Es war ein dreckiger Sieg, der richtig Spaß gemacht hat. Aber ab heute zählt nur noch Union Berlin.“
Denn dieses Spiel muss der FC auch wieder gewinnen...
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