Zweites Kölner Testspiel im Trainingslager! Und wieder eine Keilerei!
Nach dem Prügel-Skandal gegen Saudi-Klub Al Hilal letzten Mittwoch (da teilten Martin Lanig und Petit aus) geriet auch die Partie gegen den französischen Erstligisten RC Lens am Montagabend zum Chaos-Kick. Der Grund: Eine fiese Spuckattacke!
Minute 31: Nach einer Ecke für den FC gehen bei Lens-Raubein Alaidine Yahia die Sicherungen durch. 15 Minuten zuvor hatte ihn Kevin McKenna umgesenst und dafür Gelb gesehen. Jetzt gibt es die Retourkutsche auf „französische Art“. Yahia spuckt McKenna ins Gesicht.
Und der Kanadier rastet aus. Kopf an Kopf rangeln die beiden, gehen aufeinander los. Schnell bilden sich die „Rudel“ - der Eklat ist da. Schiri Manfred Krassnitzer deutet das Symbol zum Auswechseln an, er will den beiden Streithähnen die Platzverweise ersparen.
Doch es geht alles zu schnell. McKenna ist nicht mehr zu bändigen. Auch nicht von Keeper Faryd Mondragon, der aus dem Kasten geeilt ist und den Kollegen zu besänftigen versucht. Vergeblich. Der Schiri kann nicht mehr anders, zeigt Yahia Rot, McKenna Gelb-Rot.
Der FC-Verteidiger läuft laut fluchend in die Kabine und sagt nachher: „Der hat mir mitten ins Gesicht gespuckt. So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich bin so aufgewachsen, dass man sich mal prügelt, aber dass ich bespuckt werde, ist mir neu. Er hat sich nachher auch nicht bei mir entschuldigt“.
Manager Michael Meier ist auf der Tribüne geschockt, nimmt seinen Spieler aber in Schutz: „Eine Spuckattacke ist das Schlimmste, was dir als Spieler widerfahren kann. Etwas Demütigenderes gibt es im Fußball nicht. Deshalb müssen wir uns auch nicht über das Verhalten unseres Spielers unterhalten. Ich habe Verständnis für seine Reaktion.“
Trainer Zvonimir Soldo zu der Situation: „Zu Spucken ist das schlimmste was es gibt. Aber Kevin hat auch überreagiert. Er darf sich so nicht provozieren lassen.“ Folgen drohen McKenna nicht.
Schade aber: Der Sport geriet vor 1.000 Zuschauern mal wieder in den Hintergrund. Damit auch die starke Leistung von Taner Yalcin und das Ergebnis. Durch einen abgefälschten Knaller von Youssef Mohamad (61.) führte der FC kurzzeitig mit 1:0, Issam Jemaa glich postwendend aus und Razak Boukari traf zum 1:2. Dabei blieb es.
Wichtiger aber: Schon kurz nach der Attacke konnte McKenna wieder lachen. Mit Pressesprecher Christopher Lymberopoulos verfolgte er die zweite Halbzeit auf der Ersatzbank und versteckte sich nicht. Wieso auch?!
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