Der Abend endete mit einer Hängepartie. Mit einem dicken Eisbeutel um den Oberschenkel saß FC-Star Lukas Podolski im Doping-Raum und wartete auf die erlösende Erleichterung, doch es dauerte bis kurz vor sieben Uhr, ehe der FC-Star seine Probe abgegeben hatte.
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So schweiften die Gedanken des kölschen Prinzen immer wieder zu jenen packenden 90 Minuten am gestrigen Nachmittag, die mit einem 1:1 gegen Rekordmeister Bayern München endete.
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Am Schluss einer turbulenten Woche mit der Pleite gegen Argentinien, dem Ärger um einen TV-Reporter und mit einer Prellung, die um ein Haar seinen Einsatz verhindert hätte, legte Lukas Podolski den mit Abstand stärksten Auftritt seit seiner Rückkehr aus Bayern hin.
Schon gleich nach sieben Minuten zeigte Poldi, dass er bis in die Haarspitzen motiviert war, hämmerte einen Linksschuss an die Latte. Dann kam die 32. Minute. Freistoß für den FC nach einem Foul an Adam Matuschyk. Mit 108 km/h zimmerte Poldi den Ball Richtung Butt. Der lenkte die Murmel ins eigene Netz. „Es war eine Erlösung“, jubelte Podolski über seinen ersten Torerfolg nach 1424 Spiel-Minuten in der Bundesliga.
Er nahm das Geißbock-Wappen auf seinem Trikot zwischen die Finger, lief Richtung Südkurve und küsste das FC-Logo. Dann tippte der 24-Jährige, der die meisten Torschüsse und die meisten Fouls (je 4) für sich verbuchte, auf seinen Schuh, widmete das Tor Sohnemann Louis. Die elende Serie ohne Treffer war zu Ende - ausgerechnet im Spiel gegen seinen Ex-Klub. „Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis ich treffe“, sagte Podolski. Und sogar der Gegner freute sich für ihn. „Ich darf es zwar nicht sagen, aber ich finde es geil, dass er getroffen hat“, sagte Nationalmannschaftskollege Bastian Schweinsteiger mit einem Grinsen im Gesicht.
„Das freut mich für ihn, dass dieser Druck weg ist. Es war bis am Morgen vor dem Duell noch unklar, ob er überhaupt spielen kann. Und dann so eine Leistung. Hoffentlich startet Lukas jetzt eine Serie“, hoffte Trainer Zvonimir Soldo nach der Punkteteilung.
Eine Poldi-Serie wäre von Vorteil für den FC. Podolski: „Wir haben jetzt gegen zwei Spitzenreiter Unentschieden gespielt. Jetzt müssen wir in Mainz und im Derby gegen Gladbach diese Leistung bestätigen.“
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