Empfehlen | Drucken | Kontakt14.03.2010 - 00:08 Uhr

0:1-Pleite gegen Mainz: Die Rückkehr der FC-Luschen

Von ALEXANDER HAUBRICHS
Köln gegen Mainz - Fotos
Mainz –  

Am Ende gab es auch noch Spott vom Gegner. „Wir waren in allen Belangen überlegen. Läuferisch, spielerisch. Der Schiri hätte noch zwei vom Platz schicken können, wir wären immer noch in Gleichzahl gewesen“, sagte 05-Coach Thomas Tuchel nach dem 1:0-Sieg des FSV Mainz über den 1. FC Köln.

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Die Kölner Trauerlichter. Trainer Zvonimir Soldo sah in seinem dunklen Anzug und dem schwarzen Rollpullover schon aus, als wäre er zu einer Beerdigung unterwegs.

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Und auch seine Spieler hatten sich passend zur jämmerlichen Leistung in Schwarz gekleidet. „Wir haben ohne Einsatz, ohne Leidenschaft gespielt“, fasste Nationalspieler Lukas Podolski das traurige Kölner Gekicke zusanmen. Es war nach zwei Remis gegen Bayer und Bayern die Rückkehr der FC-Luschen!

Und so nutzten dem FC auch 63 Minuten in Überzahl nichts. Hätte Manager Michael Meier nicht mit Magen-Darm-Problemen am Samstagmorgen die Heimreise antreten müssen – ihm wäre sicher speiübel geworden beim Anblick dieses inspirationslosen Auftritts. Trainer Zvonimir Soldo: „Die ganze Mannschaft war richtig schlecht. Außer Mondy hätte ich alle auswechseln können.“ Die Frage ist, warum Soldo es nach seinem Wutausbruch in der Kabine nicht tat.

Spätestens nach Bancés Rot hätte Soldo ein Zeichen setzen und einen Offensivspieler einwechseln müssen – aber er traute sich nicht. „Wir hatten schon in Überzahl große Probleme. Ich wollte Tosic bringen, habe aber gefürchtet, dass es dann defensiv noch schlimmer wird“, sagt der kroatische Hasenfuß.
So ging das grausame Gestümpere weiter. Kaum einen Ball musste Christian Wetklo, Vertreter des erkrankten Heinz Müller im Mainzer Tor, halten.

Im Gegenteil: Soldos Defensiv-Bollwerk, das noch gegen Bayer und Bayern Punkte ertrotzte, ließ sich von den tapferen Mainzelmännchen den Schneid abkaufen und kassierte durch André Schürrle noch das hochverdiente Gegentor.

„Die rennen, die kämpfen. Und wir waren von der ersten Minute an ohne Feuer“, sagte Lukas Podolski und stellte mit Blick auf die siegreiche Konkurrenz im Abstiegskampf fest: „Wenn wir so weiterspielen, wird es noch mal eng.“

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