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„Unterlassen Sie Provokationen“: Vor Dresden-Spiel: Polizei schickt Brief an die Fans

Fans zünden Pyrotechnik: Solche Szenen soll es nächsten Montag nicht geben.
Fans zünden Pyrotechnik: Solche Szenen soll es nächsten Montag nicht geben.
Foto: Getty
Köln –  

Es ist ein Spiel mit Gefahren-Potential: Am Montagabend empfängt der 1. FC Köln Dynamo Dresden im Rheinenergiestadion (ab 20.15 Uhr bei EXPRESS im Liveticker) – vorab hat die Polizei Briefe an Fans beider Mannschaften veröffentlicht.

Die Kölner Polizei erwartet am 8. Oktober ein Spiel mit hohem Fan-Andrang - etwa 42.000 Besucher sollen ins Stadion strömen. Außerdem betonte die Polizei den „Derby-Charakter“. Polizeioberrat Volker Lange: „Wir wollen den vielen friedlichen Fans einen gewaltfreien und schönen Fußballabend ermöglichen - Gewalttätern zeigen wir die rote Karte“.

Nach derzeitigem Stand erwartet die Polizei etwa 3000 Dresdener Fans. Und darauf bereitet sie sich gut vor: mit Betretungsverboten für das Kölner Stadtgebiet, einem Fanbrief an die Dresdener Fans sowie mehr als 200 Schreiben an polizeibekannte Anhänger des 1. FC Köln.

Köln-Verbot für 38 Dynamo-Fans

Beteiligt an der Vorbereitung waren der Verein, die Stadt, Fangruppen, Verkehrsbetriebe, Staatsanwaltschaft und Bundespolizei. In einer Sicherheitskonferenz haben Polizei und die Partner ein Konzept für das Spiel abgestimmt.

Die Maßnahmen zur Sicherheit während des Spiels: Ein Brief an die Dresdener Fans (mit Hinweisen zu Anreise, Ansprechpartnern, Verhaltensregeln), außerdem erhielte 38 polizeibekannte Dynamo-Anhänger ein stadtweites Betretungsverbot.

Sollten die Fans, die in der jüngsten Vergangenheit in gewalttätige Ausschreitungen verwickelt waren, trotzdem nach Köln kommen, droht ihnen eine Strafe von je 500 Euro.

„Unterlassen Sie Provokationen, Störungen und Straftaten“

Auch Kölner Fans wurden bereits kontaktiert: 208 polizeibekannte FC-Anhänger erhielten einen Brief von der Polizei, in dem sie zu friedlichem Verhalten aufgefordert werden.

„Neben allen Emotionen für Ihren Lieblingsverein bitte ich Sie, sich Gedanken über die Grenzen Ihrer (sportlichen) Unterstützung Ihres 1. FC Köln zu machen“, heißt es dort. Und weiter: „Ich appelliere an Sie: Unterlassen Sie Provokationen, Störungen und Straftaten.“ Absender ist Polizeioberrat Volker Lange.

In einem weiteren Brief gibt die Polizei Verhaltensregeln für alle Fans: Sie fordert dazu auf, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen, auf die Anweisungen der Polizei zu achten und Pyrotechnik nicht mit ins Stadion zu bringen: „Wir bitten alle Fans eindringlich, als verantwortungsbewusste Gäste im Stadion und im Stadtgebiet auf die Verwendung von Pyrotechnik zu verzichten.“

Hier gibt es die Briefe der Polizei zum Download:

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