„Von mir fällt ein Riesenstein!“ So Lenas Kommentar in der ARD nach ihrem zweiten Start beim Eurovision Song Contest. Und den eher mauen zehnten Platz scheint sie auch gut wegzustecken: „Wir sind superhappy und feiern uns rot und blau!“
Auf das Getümmel bei der offiziellen Party in den Düsseldorfer Rheinterrassen verzichtete die 19-Jährige. Die Produktionsfirma Brainpool hatte ein Partyschiff gechartert, wo das Produktionsteam, dass seit Wochen in der Arena geschuftet hatte, zusammen feierte.
Aber wie kann es jetzt weiter für Lena gehen? „Es ist gut, wenn sie jetzt erst mal eine lange Pause macht“, so die Einschätzung von Norbert Oberhaus, dem Chef der Kölner Musikmesse „c/o-pop“.
Keine schlechte Idee: Vor allem in der letzten Woche wirkte sie manchmal sehr dünnhäutig, was sicher nicht nur mit der Anspannung vor dem Wettbewerb zu tun hatte. Und so hätte sie Zeit für ihren Kölner Freund Maximilian, mit dem sie seit anderthalb Jahren zusammen ist, und für „Fuzzi“, den Hund, den sie sich jetzt zulegen will.
Ein finanzielles Polster für eine Auszeit dürfte sie haben: Mehr als 700.000 verkaufte Alben und allein rund 640.000 Singles von „Satellite“.
Kann es sein, dass sie ganz in der Versenkung verschwindet wie so viele andere Casting-Kandidaten? Oberhaus: „Sie hat das Potenzial für eine Musikkarriere. Als ich die neue CD gehört habe, war ich über die Qualität der Songs überrascht – das erste Album war bei weitem nicht so gut. Und »Taken By A Stranger« war die richtige Wahl, auf dem Weg weg vom Eurovisions-Stempel.“
Die neue Lena inszeniert sich sexy. Oberhaus ist davon nicht hundertprozentig überzeugt: „Dieses düstere Image ist gelungen, sehr professionell kreiert. Ich hätte aber diese Art von Imagewechsel nicht gemacht – da hätte es noch andere Möglichkeiten als dieses vampmäßige gegeben.“
Lena selber hatte zuletzt angekündigt, im Sommer wolle sie – nach der Tour durch große Hallen im Frühjahr – eine Akustik-Tournee machen. Und für die weitere Zukunft hat sie ein Theologie-Studium ins Auge gefasst – vielleicht sogar im Ausland. Allerdings versprach sie ihren Fans nach dem ESC-Finale: „Ich hoffe, dass wir noch ganz lange zusammenbleiben werden.“
Theologie oder Star auf der Bühne – ob sich Lena schon entschieden hat? Norbert Oberhaus: „Ich habe nicht das Gefühl, dass sie nur die große Karriere will. Lena will bestimmt mehr vom Leben, als nur ein Popstar zu sein!“
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