Empfehlen | Drucken | Kontakt24.08.2010 - 09:48 Uhr

Platzverweis für den Fußball: Singt Lena die Fortuna aus der Arena?

Von VOLKER GEISSLER und JULIA TODORINC
Lena soll zum zweiten Mal die deutschen Farben beim Grand Prix vertreten und ihren Titel 2011 in der Düsseldorfer Esprit-Arena verteidigen.
Lena soll zum zweiten Mal die deutschen Farben beim Grand Prix vertreten und ihren Titel 2011 in der Düsseldorfer Esprit-Arena verteidigen.
Foto: Getty
Düsseldorf –  

Die heiße Phase läuft! Düsseldorf ist neben Berlin, Hamburg und Hannover einer der vier Bewerber für den Eurovision Song Contest 2011.

Lena verteidigt am 14. Mai in unserer Arena ihren Titel, und ganz Europa schaut dabei zu - davon träumen die Stadtoberen. Für die Fußballer wäre es ein Alptraum, denn: Kommt der ESC, fliegt Fortuna raus!

Der veranstaltende NDR beansprucht den Austragungsort bereits fünf Wochen vor der Final-Show, in diesem Zeitraum dürfen dort keine anderen Veranstaltungen stattfinden. Das gilt auch für Fußballspiele.

Der Hammer dabei: Es sind die letzten Wochen der Saison, in diese Phase fallen Fortunas Heimauftritte gegen Union Berlin, Bielefeld und Aachen.

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Wie soll denn das bitte funktionieren? „Diese Frage stellt sich für uns noch nicht“, sagt Stadtsprecher Kai Schumacher. Kein Wunder, denn die Verantwortlichen dürfen sich zu Details gar nicht äußern. Sonst droht laut Ausschreibung der Ausschluss aus dem Wettbewerb.

Bei Fortuna geben sie sich (noch) gelassen. Präsident Peter Frymuth: „Wir haben eine Vereinbarung mit der Arena, dass sie uns bei allen Heimspielterminen zur Verfügung steht.“ Dumm nur: Die Stadt hat dem NDR ebenfalls die Nutzung versprochen.

So blieben Fortuna zwei Varianten: Entweder sie weicht für diese drei Spiele an einen festen Ort (Gladbach, Duisburg oder Leverkusen) aus, oder verlegt die ersten beiden Partien vor.

Am 33. Spieltag (gegen Aachen) müssen alle Partien zeitgleich stattfinden, ein Ausweichen wäre unumgänglich.

Über den Austragungsort des Song Contests soll bereits im September entschieden werden, es bliebe immerhin genug Zeit für die Planung.

Unsere Mitbewerber müssen sich diese Sorgen nicht machen - sie haben sich mit Hallen beworben, kommen dem Fußball nicht in die Quere. Dafür hätte Düsseldorf den mit Abstand meisten Platz für die ESC-Fans.

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