Oslo, wir kommen: Für die "nationale Aufgabe" endlich wieder einen tollen Kandidaten für den Eurovision Song Contest zu finden, arbeitete die ARD sogar mit Stefan Raab zusammen. In der gemeinsamen Show "Unser Star für Oslo" entscheidet das Publikum über Deutschlands Kandidaten.
Lena Meyer-Landrut fährt nach Oslo: Am 25. Mai (Halbfinale 1), am 27.Mai (Halbfinale 2) und 29. Mai (Finale) findet dort das größte Musikfestival der Welt statt. 39 Länder sind diese Jahr beim Eurovision Song Contest dabei. Keine Sorge, Deutschland kommt sicher ins Finale: Norwegen als Vorjahressieger sowie die "Big Four" Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland sind gesetzt.
Der "Eurovision Song Contest" wird oft als "Grand Prix" bezeichnet, obwohl seit 2004 der Begriff "Grand Prix" offiziell ganz verschwunden ist. Aber bei "Grand Prix", da schwingen Erinnerungen mit. Erinnerungen an die große Zeit des "Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne". Denn der Eurovision Song Contest ("Liederwettbewerb der Eurovision"; kurz ESC) wird schon seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) veranstaltet.
EXPRESS.DE kennt alle Sieger und erinnert außerdem an die größten Hits des Grand Prix. Gleich durchklicken:
Irland ist mit sieben Siegen, in den Jahren 1992 bis 1994 sogar in Folge, das erfolgreichste Teilnehmer-Land. Auch der erfolgreichste Teilnehmer kommt aus Irland: Johnny Logan gewann zweimal als Sänger (1980 mit „What's Another Year“ und 1987 mit „Hold Me Now“) sowie einmal als Komponist (1992: „Why Me“).
Deutschland ist das Land mit den meisten Beiträgen und das einzige Land, das bisher jedes Jahr ein Lied zum Eurovision-Festival entsandt hat.
Den Sieg errang Deutschland aber nur einmal: Im Jahr 1982 gewann die Nicole mit dem Lied „Ein bißchen Frieden“.
Deutschland erreichte mehrmals den zweiten bzw. dritten Platz, kam jedoch auch fünf Mal auf den letzten Platz.
Aus Schweden kam die Popgruppe ABBA, die 1974 mit dem Song „Waterloo“ den Wettbewerb gewann.
Für die Schweiz siegte die Sängerin Céline Dion 1988 mit „Ne partez pas sans moi“.Sie wurde danach in ganz Europa bekannt.
Die Belgierin Lara Fabian (ein späterer Hit war: „I will love again“) trat 1988 für Luxemburg an und wurde entdeckt, ebenso die erfolgreiche Polin Edyta Górniak 1994, als sie Zweite wurde.
Berühmt wurde auch die irische Folkloregruppe" Riverdance", die 1994 als Pausenfüller auftrat.
Viele Songs wurden zu internationalen Erfolgen:
So etwa Italiens Beiträge 1958 und 1959: „Nel blu dipinto di blu (Volare)“ und „Piove (Ciao ciao bambina)“. Beide Songs wurden von Domenico Modugno gesungen und erreichten Millionenverkäufe. „Puppet on a string“ aus dem Jahr 1967 war für Sängerin Sandie Shaw ein Hitparadenerfolg. Ebenfalls 1967 landete Vicky Leandros Beitrag für Luxemburg „L’amour est bleu“ Platz 1 der US-Billboard-Charts. 1972 gewann Vicky Leandros mit „Après toi“. Die Singel war in mehreren Sprachversionen („Dann kamst Du“, „Come what may“) ein Verkaufsschlager. ABBAs „Waterloo“ von 1974 verkaufte sich rund 6 Millionen mal. Die britische Gruppe "Brotherhood Of Man" verkauften 1974 „Save your kisses for me“ über 6,5 Millionen mal weltweit.
Internationaler Tophits des Grand Prix waren auch „Congratulations“ von Cliff Richard (GB, 1968), „All kinds of everything“ von Dana (Irland, 1970), „Beg, steal or borrow“ von den New Seekers (GB, 1972), „Eres tú“ von Mocedades (Spanien, 1973), „Si“ von Gigliola Cinquetti (Italien, 1974), „Dschinghis Khan“ von Dschinghis Khan (D, 1979), „What's another year“ von Johnny Logan (Irland 1980), „Ein bißchen Frieden“ von Nicole (D, 1982), „Gente di mare“ von Umberto Tozzi/Raf (Italien 1987), „Insieme 1992“ von Toto Cutugno (Italien 1990), „Diva“ von Dana International (Israel 1998) und „Fly On The Wings Of Love“ von den Olsen Brothers (Dänemark 2000).
Beim 50-jährigen Jubiläum 2005 in Kopenhagen gab es eine Abstimmung über das beste Lied des Grand Prix, welches jemals teilgenommen hat.
Hier ist das Ergebnis:
Platz 1 1974 Schweden ABBA Waterloo
Platz 2 1958 Italien Domenico Modugno Nel blu dipinto di blu (Volare)
Platz 3 1987 Irland Johnny Logan Hold Me Now
Platz 4 2005 Griechenland Helena Paparizou My Number One
Platz 5 1976 Vereinigtes Königreich Brotherhood of Man Save Your Kisses for Me
Platz 6 2000 Dänemark Olsen Brothers Fly on the Wings of Love
Platz 7 1982 Deutschland Nicole Ein bißchen Frieden
Platz 8 1968 Vereinigtes Königreich Cliff Richard Congratulations
Platz 9 2003 Türkei Sertab Erener Everyway That I Can
Platz 10 1988 Schweiz Céline Dion Ne partez pas sans moi
Platz 11 1973 Spanien Mocedades Eres tú
Platz 12 1980 Irland Johnny Logan What's Another Year
Platz 13 1998 Israel Dana International Diva
Platz 14 1965 Luxemburg France Gall Poupée de cire, poupée de son
Quelle: Wikipedia
1956 in Lugano (Schweiz) 1. Platz: Schweiz, Lys Assia
1957 in Frankfurt. 1. Platz: Niederlande: Corry Brokken "Net als toen"
1958 in Hilversum (Niederlande) 1. Platz: Frankreich, André Claveau "Dors mon amour"
1959 in Cannes (Frankreich) 1. Platz: Niederlande, Teddy Scholten "Een beetje"
1960 in London. 1.Platz: Frankreich, Jacqueline Boyer "Tom Pillibi"
1961 in Cannes (Frankreich) 1.Platz: Luxemburg, Jean-Claude Pascal "Nous les amoureux"
1962 in Luxemburg 1.Platz: Frankreich, Isabelle Aubret "Un premier amour"
1963 in London 1.Platz: Dänemark, Grethe & Jørgen Ingmann "Dansevise"
1964 in Kopenhagen 1.Platz: Italien, Gigliola Cinquetti "Non ho l'età"
1965 in Neapel (Italien) 1.Platz: Luxemburg, France Gall "Poupée de cire, poupée de son"
1966 in Luxemburg 1.Platz: Österreich, Udo Jürgens "Merci Chérie"
1967 in Wien 1.Platz: Vereinigtes Königreich, Sandie Shaw "Puppet On A String"
1968 in London 1.Platz: Spanien, Massiel "La, la, la …"
1969 in Madrid 1.Platz: Salomé "Vivo cantando"
1970 in Amsterdam 1.Platz: Irland, Dana "All Kinds Of Everything" 3.Platz: Deutschland, Katja Ebstein "Wunder gibt es immer wieder"
1971 in Dublin 1.Platz: Monaco, Séverine "Un banc, un arbre, une rue" 3.Platz: Deutschland, Katja Ebstein "Diese Welt"
1972 in Edinburgh 1.Platz: Luxemburg, Vicky Leandros "Après toi" 3.Platz: Deutschland Mary Roos "Nur die Liebe lässt uns leben"
1973 in Luxemburg 1.Platz: Luxemburg, Anne-Marie David "Tu te reconnaîtras"
1974 in Brighton 1.Platz: Schweden, ABBA "Waterloo"
1975 in Stockholm 1.Platz: Niederlande, Teach-In "Ding-a-dong"
1976 in Den Haag 1.Platz: Vereinigtes Königreich, Brotherhood of Man: "Save Your Kisses For Me"
1977 in London 1.Platz: Frankreich, Marie Myriam "L'oiseau et l'enfant"
1978 in Paris 1.Platz: Israel, Yizhar Cohen & The Alpha-Beta "A-Ba-Ni-Bi"
1979 in Jerusalem 1.Platz: Israel, Gali Atari & Milk and Honey "Hallelujah"
1980 in Den Haag 1.Platz: Irland, Johnny Logan "What's Another Year" 2.Platz: Deutschland, Katja Ebstein "Theater"
1981 in Dublin 1.Platz: Vereinigtes Königreich, Bucks Fizz "Making Your Mind Up" 2.Platz: Deutschland, Lena Valaitis "Johnny Blue"
1982 in Harrogate (UK) 1.Platz: Deutschland, Nicole "Ein bißchen Frieden"
1983 in München 1.Platz: Luxemburg, Corinne Hermès "Si la vie est cadeau"
1984 Luxemburg 1.Platz: Schweden, Herreys "Diggi-loo diggi-ley"
1985 Göteburg 1.Platz: Norwegen, Bobbysocks "La det swinge" 2. Platz: Deutschland, Wind "Für alle"
1986 Bergen 1.Platz: Belgien, Sandra Kim "J'aime la vie"
1987 Brüssel 1.Platz: Irland, Johnny Logan "Hold Me Now" 2. Platz: Deutschland, Wind "Lass' die Sonne in Dein Herz"
1988 Dublin 1.Platz: Schweiz, Céline Dion "Ne partez pas sans moi"
1989 Lausanne 1.Platz: Jugoslawien, Riva "Rock Me"
1990 Zagreb 1.Platz: Italien, Toto Cutugno "Insieme"
1991 Rom 1.Platz: Schweden, Carola "Fångad av en stormvind"
1992 Malmö 1.Platz: Irland, Linda Martin "Why Me"
1993 Millstreet 1.Platz: Irland, Niamh Kavanagh "In your Eyes"
1994 Dublin 1.Platz: Irland, Paul Harrington & Charlie McGettigan "Rock'n Roll Kids" 3.Platz: Deutschland, Mekado "Wir geben 'ne Party"
1995 Dublin 1.Platz: Norwegen, Secret Garden "Nocturne"
1996 Oslo 1.Platz: Irland, Eimear Quinn "The Voice"
1997 Dublin 1.Platz: Vereinigtes Königreich, Katrina and the Waves "Love shine a light"
1998 Birmingham 1.Platz: Israel, Dana International "Diva"
1999 Jerusalem 1.Platz: Schweden, Charlotte Nilsson "Take Me To Your Heaven" 3. Platz: Deutschland, Sürpriz "Reise nach Jerusalem – Kudüs'e Seyahat"
2000 Stockholm 1.Platz: Dänemark, Olsen Brothers "Fly On The Wings Of Love"
2001 Kopenhagen 1.Platz: Estland, Tanel Padar & Dave Benton "Everybody"
2002 Tallin 1.Platz: Lettland, Marie N "I Wanna"
2003 Riga 1.Platz: Türkei, Sertab Erener "Everyway That I Can"
2004 Istanbul 1.Platz: Ukraine, Ruslana "Wild Dances"
2005 Kiev 1.Platz: Griechenland Helena Paparizou "My Number One"
2006 Athen 1.Platz: Finnland, Lordi "Hard Rock"
2007 Helsinki 1.Platz: Serbien, Marija Šerifović "Molitva"
2008 Belgrad 1.Platz: Russland, Dima Bilan "Believe"
2009 Moskau 1.Platz: Norwegen, Alexander Rybak "Fairytale"
Teilnahmeberechtigt am Eurovision Song Contest sind alle Länder, die Mitglied der Europäischen Rundfunkunion sind. Dazu gehören auch die Mittelmeerstaaten, z.B. Israel oder die Türkei. Marokko ist mit seiner Teilnahme 1980 das einzige arabische Land, das bisher mitgemacht hat. Seit 1990 können die osteuropäischen Länder teilnehmen. Seitdem beklagen die Länder Westeuropas immer wieder die böse "Ost-Mafia": Die Punktevergabe zwischen bestimmten Ländern sei nur gegenseitiges Sympathiebekundungen und hätte nichts mit der Musik zu tun.
Ärger um das gegenseitige Bewerten gab es schon immer: Die traditionelle Höchstwertung von Zypern an Griechenland und umgekehrt, der "Skandinavische Block", das sind traditionelle Aufreger. Die politische Großwetterlage Europas strahlte immer mit in die heimischen Stuben: Griechenland vergab zu Juryzeiten nur ein einziges Mal Punkte an die Türkei (1997). Beim Contest 2007 qualifizierten sich nur Länder aus Osteuropa für das Finale und belegten dort die ersten 16 Plätze. Nach Rückzugsforderungen in Deutschland und der Schweiz kam eine Reformdiskussion in Gang.
Das Lied darf nicht länger als 3:00 Minuten sein.
Die Interpreten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.
Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten.
Es dürfen nicht mehr als sechs Personen auf der Bühne mitwirken.
Das Lied muss live gesungen werden.
Lied oder Auftritt dürfen keine politische Botschaft enthalten oder dem Wettbewerbsimage schaden.
Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken.
Die Lieder dürfen frühestens am 1. Oktober des Vorjahres veröffentlicht werden (diese Regel wurde 2003 eingeführt).
Es muss sich um einen Originalsong handeln, darf also keine Coverversion eines älteren Liedes sein.
Die Instrumental-Musik wird als Playback eingespielt. Zum letzten Mal wurde den Interpreten 1998 die Möglichkeit geboten, sich durch ein Orchester live begleiten zu lassen.
Zeitweise wurde eine Sprachregelung eingeführt: Jeder Interpret musste in seiner Landessprache singen. Die Regel galt von 1966 bis 1972 und von 1977 bis 1998, seit 1999 ist den Interpreten die Sprache, in der ihr Beitrag gesungen wird, wieder freigestellt.
Quelle: Wikipedia
Zur Bewertung der Titel werden in jedem Land die zehn beliebtesten Lieder ermittelt. Die erhalten dann abgestuft (12-10-8-7-6-5-4-3-2-1) Punkte.
Für den eigenen Beitrag dürfen keine Punkte vergeben werden.
Alle Punkte, die ein Teilnehmer von anderen Ländern erhält, werden addiert.
Gewonnen hat das Land, das am Ende die meisten Punkte bekommt.
Seit 2009 werden die Punktzahlen, die jedes Land vergibt, zu 50% durch Televoting und zu 50% durch eine fünfköpfige Jury bestimmt.
Quelle: Wikipedia
Ab 2008 wurden zwei getrennte Halbfinale veranstaltet, deren Kandidaten-Zusammenstellungen wird per Los entschieden.
Es kann dann nur noch für die Länder abgestimmt werden, die in dem jeweiligen Halbfinale gegen das eigene Land antreten.
Ins Finale kommen: das Gastgeberland, die Vertretern der vier großen EBU-Geldgeber – Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien – und aus jedem Halbfinale die neun punktbesten Länder. Eine Jury bestimmt unter den verbleibenden Teilnehmern im jeweiligen Halbfinale noch je einen weiteren Finalteilnehmer.
Seit 2009 zählen im Finale die Stimmen der Telefonabstimmung nur noch 50%. Weitere 50% wurden durch eine Jury, wie es sie früher schon gab, bestimmt. Diese Jahr sollen schon im Semifinale die Jurys zu 50% mit abstimmen.
Quelle: Wikipedia
Die schrägsten Kandidaten beim ESC in Baku
Rappende Neonleuchten. Frauen-Hüften, die zum pumpenden Beat kreisen. Hyperaktive Sturmfrisuren-Träger, die kreischende Mädchen anziehen. So schräg wird der Eurovision Song Contest (ESC) in Baku!
Roman Lob kann kein Englisch
Für uns Deutsche fährt er mit dem englischen Song "Standing Still" zum Eurovision Song Contest nach Aserbaidschan, aber die Sprache beherrscht er nicht wirklich...
ESC: Raabs „TV Total“ nicht aus Baku
„Die Show wird in der Woche während des ESC aus Köln gesendet“, sagte ein Sprecher des Senders ProSieben am Montag in München.