Wie konnte das nur passieren? Mehr als zwei Wochen lang wurde in der Düsseldorfer Arena die perfekte Technik installiert, damit beim Eurovision Song Contest alles glatt läuft – doch beim Halbfinale gab es eine peinliche Technik-Panne: Die Leitung zu den Kommentatoren war unterbrochen.
Zwei Millionen deutsche Zuschauer konnten Grand-Prix-Kommentator Peter Urban minutenlang nicht hören, später berichteten er und sein Co-Kommentator Steven Gätjen dann über eine Telefonleitung – allerdings in deutlich schlechterer Qualität.
Auch die anderen internationalen Kommentatoren blieben in den Heimatländern stumm. In wievielen Ländern das Problem auftrat, ist noch nicht klar. ProSieben sprach von einem „internationalen Problem“, NDR von „einigen wenigen Ländern“.
Erster Hinweis auf die Ursache: Es lag an den ISDN-Leitungen, die von den Kommentatoren-Kabinen ins Telekom-Netz führen. Hier gab es Probleme, sie wurden offenbar unterbrochen. Das teilte der NDR in einer ersten Stellungnahme mit. Der Grund dafür ist noch immer nicht bekannt.
Eigentlich hatten die Veranstalter vorgesorgt, damit genau so etwas nicht passiert: Mehr als zwei Wochen wurde die Düsseldorfer Arena von einem Fußballstadion zum Fernsehstudio umgebaut. Techniker verlegten kilometerlange Glasfaserkabel, eine eigene Stromversorgung wurde errichtet und alle technischen Vorrichtungen in doppelter Ausführung aufgebaut, damit bei Ausfällen sofort Ersatz da ist. Sogar ein zweiter Übertragungswagen wurde vor die Arena gestellt. Und trotzdem setzte die Technik im Halbfinale aus.
Bis Donnerstagabend muss das Problem behoben sein: Dann steht das zweite Halbfinale an. Auch Urban hofft, dass er die nächste Show mit „besserem Ton“ kommentieren kann.
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