10 Länder weiter: ESC-Halbfinale: Riesenshow mit miesem Ton
Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers moderierten das erste ESC-Halbfinale.
Foto: dpa
Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers moderierten das erste ESC-Halbfinale.
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Düsseldorf –
In einem flotten Halbfinale hat sich Deutschland am Dienstagabend als Gastgeber des Eurovision Song Contest vorgestellt!
Die Show ließ von der Optik her keine Wünsche offen, nur mit dem Ton haperte es noch: Die Leitungen aus der Düsseldorfer Arena fielen teilweise aus, so dass die deutschen Kommentatoren zum Telefon greifen mussten.
Wie viele andere Länder noch darunter zu leiden hatten, war unklar. ProSieben sprach von einem „internationalen Problem“, laut NDR ging es nur um „einige wenige Länder“.
Den Einzug ins Finale an diesem Samstag schafften Serbien, Litauen, Griechenland, Aserbaidschan, Georgien, die Schweiz, Ungarn, Finnland, Russland und Island. Als Titelanwärter gelten von diesen Aspiranten vor allem Ell & Nikki, die mit dem Kuschelsong „Running Scared“ der sanften Seite ihrer aserbaidschanischen Heimat Ausdruck verleihen. Die Top-Favoriten Irland und Frankreich waren zunächst noch nicht dabei.
1. ESC-Halbfinale - die Sieger
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1. ESC-Halbfinale - die Sieger
Serbien: Nina
Die 21-jährige Pharmaziestudentin Nina singt den Funky-Swing-Titel "Caroban" für Serbien. Sie möchte mit knallbuntem Seventies - Outfit und nostalgischem Sound die Herzen der Zuschauer gewinnen.
Foto: RTS
Litauen: Evelina Sašenko
Die 23- jährige Evelina Sašenko stammt aus Polen und singt einen englischen Song mit französischem Titel für Litauen. Wenn das mal nicht Multikulti ist...
Die Jazzmusikstudentin liebt Bobby McFerrin, Chopin und Oper und tritt bevorzugt mit weißen Handschuhen auf. Der Titel "C'est Ma Vie" ist eine bombastische Ballade im Stil einer Musical-Arie von Andrew Lloyd-Webber.
Foto: LRT/Oksana Tocitskaja
Griechenland: Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike
Der auf Zypern geborene Loukas Giorkas ist der Sieger der griechischen Ausgabe der Castingshow "X-Factor". Sein erstes Album erreichte Gold-Status. Zusammen mit Stereo Mike performt er in Düsseldorf den Song "Watch My Dance". Das Lied ist eine Mischung aus traditionellen Bouzouki-Klängen und hartem Rap.
Foto: ERT
Aserbaidschan : Ell/Nikki
Das Pop-Duo Ell & Nikki (Eldar Qasimov und Nigar Jamal) tritt für Aserbaidschan an. Der Song "Running Scared" ist ein Schmuse- und Liebessong, der Gefahr läuft langweilig zu wirken.
Foto: İctimai TV
Georgien: Eldrine
"One More Day" heißt der Song mit dem die sechsköpfige Band Eldrine für Georgien antritt. Vor kurzem sorgten sie für Schlagzeilen, als sie einfach ihre Leadsängerin Tako Vadachkoria ausgetauschten. Angeblich erfolgte der Austausch wegen mangelhafter Stimmleistung. Für sie tritt nun die "Star Academy"- Kandidatin Sopho Toroshelidse auf. Bei "One More Day" dürfen wir uns auf Elektropunkrock mit Rap-Einlage freuen.
Foto: GPB/Ramaz Bluashvili
Schweiz: Anna Rossinelli
Die letzten sieben Jahre hat es die Schweiz nicht mal ins Finale geschafft. Das soll sich mit der Unbekannten Anna Rossinelli in Düsseldorf nun ändern. Anna Rossinelli ist Frontsängerin der Band "Marie Claire" und eine geübte Straßenmusikerin. Ihr Song "In Love For A While" sorgt mit Reggae-Rhythmen für Stimmung. Ihre Bühnenperformance ist (genau wie die von Lena letztes Jahr) aufs Wesentliche reduziert und setzt auf Natürlichkeit.
Foto: SRG SSR idée suisseDirk Wetzel
Ungarn: Kati Wolf
Die 36-jährige, zweifache Mutter Kati Wolf belegte bei der ungarischen Ausgabe von "X-Factor" Platz 6. Optisch erinnert die blonde Lady an Sarah Jessica Parker aus "Sex an the City" - musikalisch ist Kati Wolf schon sehr erfahren. Mit Sieben sang sie die Titelmelodie zur beliebten Zeichentrickserie "Vuk". Später studierte sie Musiksang in verschiedenen Bands. Bekannt wurde sie allerdings erst durch "X-Factor".
Ihr ESC- Titel "What About My Dreams" ist ein Popsong im 80er-Jahre-Disco-Stil und ein Mix aus Englisch und Ungarisch.
Foto: MTV/Gergely Holtzl
Finnland: Paradise Oskar
Der Titel des finnischen Singer und Songwriters Axel Ehnström "Da Da Dam", klingt zunächst wenig geistreich. Umso origineller ist sein Künstlername: Paradise Oscar. Den hat er aus einer Geschichte Astrid Lindgrens geklaut. Paradies Oskar war ein alter Landstreicher, der sich seinen Lebensunterhalt mit dem Akkordeon verdiente. Vom Nobody zum ESC- Kandidaten: Im Sommer 2010 schickte Ehnström eine Demoaufnahme seines Songs zum Vorentscheid in Finnland und war verblüfft als er gewählt wurde. Er bekam im Televoting fast 50 Prozent der Stimmen.
Foto: YLE/Heli Sorjonen
Russland: Alexey Vorobjov
Erst im März gab Russland ihren Kandidaten Alexey Vorobyov bekannt. Seinen Song "Get You" schrieb RedOne, bekannt als Hauskomponist von Lady Gaga. Außerdem komponierte er schon für Stars wie Enrique Iglesias, Jennifer Lopez, New Kids on the Block und die Backstreet Boys. Alexey war bisher erfolgreicher Akkordeonist, Volksmusikstar und Schauspieler. 2007 erhielt er den MTV Russian Music Award "Discovery of the Year".
Foto: C1R/Roman Schmidt
Island: Sjonni’s Friends
Dieser Act ist etwas ganz besonderes: Die Band gründete sich nachdem Komponist und Interpret Sigurión Brink mit nur 36 Jahren überraschend einem Herzinfarkt erlitt. Die Sechs mit Brink befreundeten Künstler zollen ihm seinen Tribut, indem sie mit dem Titel "Coming Home" für ihr Land antreten.
Foto: RÚV/Gassi
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Sie haben das zweite Halbfinale gewonnen
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Sie haben das zweite Halbfinale gewonnen
Dänemark: A Friend In London
Diese Jungs setzten auf stylische Outfits, verrückte Frisuren und sind musikalisch gesehen eine Rarität beim ESC. Die Dänen versuchen als Einzige, mit einer Brit- und Indiepop Nummer das Publikum zu begeistern. Sie repräsentieren damit den Geschmack des jungen, dänischen Publikums.
"New Tomorrow" ist dennoch ein sehr softer und zugänglicher Song. Die Jungs wollen schließlich nicht nur den jungen Hüpfern gefallen, sondern womöglich auf deren Eltern.
Foto: DR
Irland: Jedward
Als letzter Act des Halbfinalabends wird dieses schräge Duo die Bühne betreten. Der Song "Lipstick" scheint den eineiigen Zwillingen John und Edward Grimes genau auf den Leib geschrieben. Bekannt wurden auch sie durch eine Castingshow.
Von ihrem ersten Auftritt an spalteten Jedward die Gemüter. Die einen finden sie entzückend, andere einfach nur nervig. Wie die Jungs auf internationaler Ebene ankommen, werden wir spätestens am 12. Mai in Düsseldorf erfahren.
Foto: RTÉ
Schweden: Eric Saade
Der 20-jährige Sohn einer Schwedin und eines Libanesen tritt mit dem Discotitel "Popular" für Schweden an. Saade ist nicht nur Sänger sondern auch Kinder-TV-Moderator (Disney Channel). Bei seinem Aussehen ist es nicht überraschend, dass er bis 2009 Mitglied einer Boyband war.
Foto: SVT/"Micadelica"
Slowenien: Maja Keuc
Die hübsche Maja Keuc wird in ihrer Heimat oft mit der Sängerin Anastasia verglichen. Das liegt weniger an ihrem äußeren Erscheinungsbild, als an ihrer kraftvollen Stimme. Keuc hat ihre Gesangskarriere schon früh begonnen. Sie sang mit 14 in einer Band und mit 17 im slowenischen Fernsehen. In der Talentshow "Slovenia's Got Talent 2010" belegte Keuc den zweiten Platz.
Ihr Song "No One" soll ihre kräftige Stimme hervorheben und so im Gedächtnis der Zuschauer hängen bleiben.
Foto: RTVSLO/Ziga Culiberg (RTV Slovenia)
Ukraine: Mika Newton
Kein Land ist so oft unter die Top 10 des ESCs gekommen wie die Ukraine. Die hübsche Mika Newton soll mit dem sanften Song "Angel" an diese Erfolge anknüpfen.
Die Ukrainerin ist bekannt für ihre tolle Stimme und spektakuläre Auftritte. So kam sie beispielsweise zur Premierenfeier ihres ersten Albums in Kiew mit einer Propellermaschine angeflogen.
Foto: NTU/Mika Newton press-service
Bosnien-Herzegowina: Dino Merlin
Er ist der älteste Landesvertreter beim diesjährigen ESC. Dino Merlin komponierte 1993 den Song, mit dem Bosnien-Herzegowina zum ersten mal am ESC teilnahm. Der Sänger gehört zu den erfolgreichsten Musikern des Balkans. Sein Titel "Love In Rewind" ist ein mid-tempo Liebeslied mit rythmischen Gitarrenklängen.
Foto: BHRT/Almin Zrno
Moldau: Zdob si Zdub
Die verrückte Band will mit der Hardrock-Folklore-Hip-Hop- Nummer "So Lucky" den Titel für Moldau holen.
Der Bandname Zdob si Zdub ist die lautmalerische Nachahmung eines Trommelschlags. Wie die Moderatoren der verschiedenen Länder die Aussprache dieses Bandnamens interpretieren werden bleibt abzuwarten.
Foto: TRM/Roman Rybaleov
Rumänien: Hotel FM
Diese Band ist mutig: Hotel FM trat bereits letztes Jahr beim ESC für Rumänien an und scheiterte. Zu ökologisch angehaucht war der Song von letztem Jahr. Dieses Jahr versuchen sie es wieder mit einem Weltverbesserer-Song. Im Refrain von "Change" heißt es: "I can´t change the world alone, I need you all, everybody dreaming of it".
Foto: TVR/Ioana Chirita
Estland: Getter Jaani
Im Februar ist Getter Jaani gerade mal 18 Jahre alt gewordene und wird in ihrer Heimat als estnische Hanna Montana gehandelt. Die Musik und das Tanzen hat Jaani mit der Muttermilch aufgesogen - ihre Eltern sind Choreographen.
Ihr Song "Rockefeller Street" hat zahlreiche Tempowechsel und einen gängigen Refrain.
Foto: Kalle Veesaar
Österreich: Nadine Beiler
Sie tritt mit der Eigenkomposition "The Secret Is Love" an und ist laut Stefan Raab die schärfste Konkurrentin Lenas beim ESC in Düsseldorf. Viele Deutsche kennen die Castingshow-Gewinnerin von Raabs diesjähriger Wok-WM, bei der sie auf Showbühne zu sehen war. Der Song ist eine soulige Ballade, die unplugged beginnt und dich stetig steigert bis zum großen Finale mit Gospelchor.
Foto: ORF/Milenko Badzic
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Die Finalisten
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Deutschland: Lena
Überwältigend war die Euphorie rund um Lena Meyer Landrut, als diese den ESC in Oslo gewann. Sie wurde als Volksheldin gefeiert und umjubelt.
Überrascht waren trotzdem die meisten als es hieß, Lena werde ein zweites Mal Deutschland beim ESC vertreten. Von der Tatsache, dass Lena versuchen würde den Titel zu verteidigen, waren nicht alle Deutschen begeistert. Viele hatten die Nase voll von der quirligen Hannoveranerin.
Anstelle eines Vorentscheids trat die One-Man-Show "Unser Song für Deutschland". Das Publikum wählte den Titel "Taken by a stranger" als potentiellen Siegersong in Düsseldorf.
Am 14. Mai drücken wir jedenfalls die Daumen, dass dieser gewagte Schachzug Stefan Raabs (Produzent) nicht nach hinten los geht.
Foto: NDR/Sandra Ludewig
Frankreich: Amaury Vassili
Frankreich sorgt mit dem Opernsänger Amaury Vassili für Abwechslung beim sehr poplastigen Musikprogramm des ESC.
Vassili ist der jüngste Berufstenor der Welt und erreichte bereits doppelt Platin in Frankreich. Sein musikalischer Stil beschränkt sich jedoch nicht nur auf die klassische Oper. Vassili interpretiert auch populäre Filmmusik und Songs aus dem Pop-Rock-Bereich. Er selbst sagt, er sei Fan von Michael Jackson, Reggae-Musik und Jacques Brel - die Oper jedoch sei sei seine absolute Leidenschaft.
Spektakulär ist bei Frankreichs Wahl dieses Jahr auch die Tatsache, dass das Lied nicht in der offiziellen Landessprache gesungen wird. Der Titel "Sognu" ist Korsisch und stammt aus der Feder des korsischen Sängers und Songwriters Jean-Pierre Marcelles .
Foto: France 3
Italien: Raphael Gualazzi
Nach 14 Jahren ist Italien wieder zum Eurovision Song Contest zurückgekehrt. Der italienische Hoffnungsträger, Raphael Gualazzi, ist ein überaus erfolgreicher Pianist, Sänger und Komponist. Zu seinen Vorbildern gehören unter Anderem Ben Harper, Norah Jones und Jamiroquai.
Sein Song, "Folia D'Amore" oder "Madness of Love" ist eine englisch-italienische Swingnummer, die "italienische Liedtradition mit Jazz vereint", so Gualazzi.
Foto: RAI/Marco Craig
Großbritannien: Blue
Sie sind wohl einer der international bekanntesten Acts, die am ESC teilnehmen. Lange war es ruhig um die Boyband Blue aus Großbritannien. Bekannt wurden sie vor einigen Jahren mit Songs wie "Sorry Seems To Be The Hardest Word" von 2002, mit dem sie europaweit die Charts stürmten.
Ihr Titel "I Can" erinnert an Barack Obamas Wahlslogan "Yes we can". Der selbstbewusste Titel soll den Briten, genauso wie dem amtierenden Präsidenten der USA, den Sieg verschaffen.
Foto: BBC
Spanien: Lucía Pérez
Die Profimusikerin Lucía Pérez setzte sich in Spanien gegen 600 Interpreten durch. An den ihr zugeteilten Song, "Que Me Quiten Lo Bailao", eine sommerlich-frische Nummer, musste sich die Galizierin erst einmal gewöhnen. Obwohl der Song ihrer Aussage nach nicht ihr Ding ist, hat sie den Spaniern versprochen: "Ich führe Spanien unter die Top sieben".
Die studierte Grundschullehrerin ist seit ihrem 16. Lebensjahr im Geschäft und hat schon 4 Alben in der Landessprache aufgenommen.
Spanien hatte dieses Jahr eine Wildcard und suchte sich Lenas Siegerstartplatz von Oslo: 22 als Startnummer aus.
Foto: Josep Echaburu / RTVE
Serbien: Nina
Die 21-jährige Pharmaziestudentin Nina singt den Funky-Swing-Titel "Caroban" für Serbien. Sie möchte mit knallbuntem Seventies - Outfit und nostalgischem Sound die Herzen der Zuschauer gewinnen.
Foto: RTS
Litauen: Evelina Sašenko
Die 23- jährige Evelina Sašenko stammt aus Polen und singt einen englischen Song mit französischem Titel für Litauen. Wenn das mal nicht Multikulti ist...
Die Jazzmusikstudentin liebt Bobby McFerrin, Chopin und Oper und tritt bevorzugt mit weißen Handschuhen auf. Der Titel "C'est Ma Vie" ist eine bombastische Ballade im Stil einer Musical-Arie von Andrew Lloyd-Webber.
Foto: LRT/Oksana Tocitskaja
Griechenland: Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike
Der auf Zypern geborene Loukas Giorkas ist der Sieger der griechischen Ausgabe der Castingshow "X-Factor". Sein erstes Album erreichte Gold-Status. Zusammen mit Stereo Mike performt er in Düsseldorf den Song "Watch My Dance". Das Lied ist eine Mischung aus traditionellen Bouzouki-Klängen und hartem Rap.
Foto: ERT
Aserbaidschan : Ell/Nikki
Das Pop-Duo Ell & Nikki (Eldar Qasimov und Nigar Jamal) tritt für Aserbaidschan an. Der Song "Running Scared" ist ein Schmuse- und Liebessong, der Gefahr läuft langweilig zu wirken.
Foto: İctimai TV
Georgien: Eldrine
"One More Day" heißt der Song mit dem die sechsköpfige Band Eldrine für Georgien antritt. Vor kurzem sorgten sie für Schlagzeilen, als sie einfach ihre Leadsängerin Tako Vadachkoria ausgetauschten. Angeblich erfolgte der Austausch wegen mangelhafter Stimmleistung. Für sie tritt nun die "Star Academy"- Kandidatin Sopho Toroshelidse auf. Bei "One More Day" dürfen wir uns auf Elektropunkrock mit Rap-Einlage freuen.
Foto: GPB/Ramaz Bluashvili
Schweiz: Anna Rossinelli
Die letzten sieben Jahre hat es die Schweiz nicht mal ins Finale geschafft. Das soll sich mit der Unbekannten Anna Rossinelli in Düsseldorf nun ändern. Anna Rossinelli ist Frontsängerin der Band "Marie Claire" und eine geübte Straßenmusikerin. Ihr Song "In Love For A While" sorgt mit Reggae-Rhythmen für Stimmung. Ihre Bühnenperformance ist (genau wie die von Lena letztes Jahr) aufs Wesentliche reduziert und setzt auf Natürlichkeit.
Foto: SRG SSR idée suisseDirk Wetzel
Ungarn: Kati Wolf
Die 36-jährige, zweifache Mutter Kati Wolf belegte bei der ungarischen Ausgabe von "X-Factor" Platz 6. Optisch erinnert die blonde Lady an Sarah Jessica Parker aus "Sex an the City" - musikalisch ist Kati Wolf schon sehr erfahren. Mit Sieben sang sie die Titelmelodie zur beliebten Zeichentrickserie "Vuk". Später studierte sie Musiksang in verschiedenen Bands. Bekannt wurde sie allerdings erst durch "X-Factor".
Ihr ESC- Titel "What About My Dreams" ist ein Popsong im 80er-Jahre-Disco-Stil und ein Mix aus Englisch und Ungarisch.
Foto: MTV/Gergely Holtzl
Finnland: Paradise Oskar
Der Titel des finnischen Singer und Songwriters Axel Ehnström "Da Da Dam", klingt zunächst wenig geistreich. Umso origineller ist sein Künstlername: Paradise Oscar. Den hat er aus einer Geschichte Astrid Lindgrens geklaut. Paradies Oskar war ein alter Landstreicher, der sich seinen Lebensunterhalt mit dem Akkordeon verdiente. Vom Nobody zum ESC- Kandidaten: Im Sommer 2010 schickte Ehnström eine Demoaufnahme seines Songs zum Vorentscheid in Finnland und war verblüfft als er gewählt wurde. Er bekam im Televoting fast 50 Prozent der Stimmen.
Foto: YLE/Heli Sorjonen
Russland: Alexey Vorobjov
Erst im März gab Russland ihren Kandidaten Alexey Vorobyov bekannt. Seinen Song "Get You" schrieb RedOne, bekannt als Hauskomponist von Lady Gaga. Außerdem komponierte er schon für Stars wie Enrique Iglesias, Jennifer Lopez, New Kids on the Block und die Backstreet Boys. Alexey war bisher erfolgreicher Akkordeonist, Volksmusikstar und Schauspieler. 2007 erhielt er den MTV Russian Music Award "Discovery of the Year".
Foto: C1R/Roman Schmidt
Island: Sjonni’s Friends
Dieser Act ist etwas ganz besonderes: Die Band gründete sich nachdem Komponist und Interpret Sigurión Brink mit nur 36 Jahren überraschend einem Herzinfarkt erlitt. Die Sechs mit Brink befreundeten Künstler zollen ihm seinen Tribut, indem sie mit dem Titel "Coming Home" für ihr Land antreten.
Foto: RÚV/Gassi
Bayern München
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Im zweiten Halbfinale am Donnerstag werden noch mal zehn Teilnehmer ausgewählt. Die Deutschen haben ihren Platz bereits sicher, „weil die am meisten Kohle zahlen, das ist wie in der Europäischen Union“, erläuterte Comedian Kaya Yanar vorab in der ARD. Übertragen wurde die Show von ProSieben.
Nicht zur Wahl, aber ebenfalls unter Beobachtung stand das Moderatoren-Trio Stefan Raab (44), Anke Engelke (45) und Judith Rakers (35). Die in Montreal geborene Engelke spielte aufgrund ihrer perfekten Dreisprachigkeit ganz klar die erste Geige. Ihr wohl bemerkenswertester Satz war: „Halbzeit as we say in German, which means Halbzeit.“
Wenn Raab zuvor behauptet hatte, er werde auf der großen Düsseldorfer Bühne einfach das abziehen, was er jeden Abend bei „TV Total“ mache, so war das kaum zutreffend: Er hielt sich ungewohnt vornehm zurück, und die wenigen Witze, die er sich erlaubte, waren einstudiert.
Die Show hatte ordentlich Tempo. Fast konnte man glauben, es wäre bereits Samstag. Nur die zelebrierte Punkteverteilung („twelve points, douze points“) fehlte noch. Und natürlich Lena. Aber sonst war alles da. Von „Haba Haba“ (Norwegen) über „Boom Boom“ (Armenien) bis „Da Da Dam“ (Finnland). Musik kennt keine Sprachbarrieren.
Optisch wurde der Aufwand getrieben, den Europa zu diesem Anlass erwartet: Mal zauberte die Technik Kirchenfenster auf die Bühne, mal Wolkengebirge oder Retro-Muster der 70er Jahre. Dazu Knalleffekte, Blitz und großer Rauch, aber letztlich gilt natürlich der Lena-Satz: „Beim Hören muss es stimmen.“
Das Rührstück des Abends brachte der Finne Paradise Oskar, eine „männliche Nicole“, wie es Grand-Prix-Experte Jan Feddersen treffend ausdrückte. Der Ausreißer war Portugal mit einer offenbar satirisch gemeinten Nummer zur Wirtschaftskrise des Landes.
Wer letztlich weiterkam, entschieden je zur Hälfte die Jurys in den einzelnen Ländern und das Fernsehpublikum, wobei die Deutschen nicht mitmachen durften, weil sie schon automatisch qualifiziert sind. Ein wenig Gerechtigkeit muss sein in der Mediendemokratie.
Lena sang an diesem Abend nur in einem ganz kurzen Einspielfilmchen, saß aber vorher im Studio und verteilte auch Mahlzeiten an die Gastdelegationen: „I made it myself, it's called Kartoffelsalat.“ Selbst wenn sie's am Samstag nicht schafft, meinte ProSieben-Moderator Matthias Opdenhövel, Lena kommt auch so durchs Leben.
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