Empfehlen | Drucken | Kontakt08.06.2010 - 22:40 Uhr

Die Rettung: Zukunft der Kölner Haie gesichert

von ARNO SCHMITZ
Geschäftsführer Thomas Eichin (Mitte) präsentiert die Haie-Retter Peter Schönberger (l.) und Jan Broer.
Geschäftsführer Thomas Eichin (Mitte) präsentiert die Haie-Retter Peter Schönberger (l.) und Jan Broer.
Foto: herbert bucco
Köln –  

Dienstag, kurz nach 16 Uhr. „Es ist ein guter Tag“, sagt Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin. Neben ihm sitzen Peter Schönberger und Jan Broer, zwei von vier neuen Investoren der Sport Holding Cologne, die die Haie mit einer Sofort-Einlage von 500.000 Euro über Wasser halten. „Es wird die Haie weiter geben“, strahlt Eichin.

Schönberger ist Justiziar der Koblenzer CompuGroup Medical AG, Broer deren Süd-Europa-Chef. Das 2800 Mitarbeiter starke Unternehmen (Jahresumsatz 2009: 293,41 Millionen €) wird auch als Sponsor bei den Haien einsteigen. „Doch was wir hier tun, ist ein privates Engagement“, betont Broer. Den Löwenanteil der halben Million Sofort-Hilfe trägt Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Frank Gotthardt, vierter Investor ist Deutschlandchef Uwe Eibich.

Neben der Sofort-Hilfe verspricht Broer aber auch Nachhaltigkeit: „Wir können Bilanzen lesen. Wir haben hier jeden Bierdeckel umgedreht. Und wir haben ein Konzept erstellt, von dem wir glauben, dass es Rahmenbedingungen schafft, mit denen die Haie fortbestehen können.“

Der „wichtigste Baustein“ war laut Eichin das Entgenkommen der LanxessArena, die die Mietkosten senkt. „Die Arena hat sich als absoluer Haie-Partner erwiesen“, bedankt sich Eichin: „Mit welchem Mumm Herr Assenmacher und Herr Löcher die Sache angegangen sind, war beeindruckend.“

Die Kosten für den Profi-Kader sollen um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Coach Bill Stewart bastele an einem „jungen, hungrigen, dynamischen“ Team. Als erster Neuzugang wurde Rückkehrer Philip Gogulla offiziell bestätigt.

Eine „offene Flanke“ (Broer) sind jedoch noch immer die Nachwuchskosten.

Nach EXPRESS-Informationen muss eine Lücke im niedrigen sechsstelligen Bereich geschlossen werden – hier hofft der Klub weiter auf die Hilfe der Stadt. Die Profis dürfen laut EU-Recht nicht kommunal unterstützt werden – doch der Nachwuchs muss existieren, denn ohne e.V. darf die Profi-GmbH laut Satzung nicht an den Start gehen.

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