Empfehlen | Drucken | Kontakt10.03.2010 - 12:48 Uhr

3:4 n. V. gegen Ingolstadt: Trotz Pleite: Haie klettern auf Pre-Playoff-Platz

Von UWE BÖDEKER und STEFAN SCHAFFNER
Der Puck ist hinter der Linie, das 4:3 für Ingolstadt in der Verlängerung, Torhüter Lars Weibel ist geschlagen.
Der Puck ist hinter der Linie, das 4:3 für Ingolstadt in der Verlängerung, Torhüter Lars Weibel ist geschlagen.
Foto: Eduard Bopp
Köln –  

Es läuft die 44. Minute im Spiel der Kölner Haie gegen Ingolstadt.

Die Haie führen 3:2, kämpfen mit allem was sie haben, um den wichtigen Sieg über die Zeit zu bringen. Doch dann passiert es.

Ausgerechnet KEC-Keeper Lars Weibel lenkt sich nach einer harmlosen Aktion von Michael Waginger den Puck selber ins Tor. Er sinkt zu Boden. Andreas Renz kommt herbei, tröstet den Schweizer. Und die Fans versuchen ihren Liebling mit Sprechchören wieder aufzubauen.

Doch der Patzer läutet nachdem die Haie schon 3:1 geführt hatten, den Untergang ein. Krass, wie die Haie in den letzten zehn Minuten einbrechen. Die Mannschaft ist komplett platt, kann läuferisch kaum noch mithalten.

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Das Schussverhältnis des letzten Drittels: 2 Köln, 15 Ingolstadt (insgesamt 30:42). Doch die Kölner retten sich zumindest in die Verlängerung, sichern so einen Punkt. Greilinger erzielt dann das Siegtor für Ingolstadt.

Verteidiger Renz ist niedergeschlagen: „Wir haben uns selbst geschlagen, wir machen viel zu viele leichte Fehler.“ Trainer Bill Stewart ist enttäuscht von seinen Leistungsträgern: „Die besten Spieler müssen eben die besten sein, und wenn sie den Druck nicht standhalten können, dann dreht sich so ein Spiel eben.

Ich entschuldige mich bei den Fans, denn eigentlich müssten wir denen mehr zurückzahlen. Alle rundherum machen außergewöhnliche Dinge, die erwarte ich eigentlich auch von den Spielern.“ Körperliche Defizite hat er nicht gesehen: „Der Geist geht bevor der Körper versagt. Wenn ein Boxer Angst hat, geht er in der ersten Runde K.o.“

Der Punkt für Köln eindeutig zu wenig. Nahezu alle Kölner Fans verließen nach der Pleite fluchend die Arena. Doch durch die Patzer der anderen ist Köln auf Platz 10, einem Pre-Playoff-Platz, geklettert.

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