Hannover - Langsam wird’s peinlich! 15 Gegentore in den letzten drei Spielen. Der KEC ist momentan DER Chaos-Klub in der Deutschen Eishockey Liga.
Beim 1:4 in Hannover werden die Spieler mit spöttischen Gesängen in die Kabine geschickt: Haie, Haie, hahaha!
Vor allem die Abwehr präsentierte sich desaströs. Im ersten Drittel spielten die Haie noch halbwegs mit, doch dann wurde einmal mehr klar, dass die Kölner in dieser Saison eine Klasse schlechter sind als in der letzten Spielzeit.
Eric Schneider und Chris Herperger bringen den Tabellenführer nach der Hälfte der Spieldauer mit 2:0 in Führung. Kölns Bryan Adams kann verkürzen, doch schon 28 Sekunden später ist die Haie-Defensive mal wieder im Tiefschlaf - 1:3 durch den Ex-Düsseldorfer Tore Vikinstad.
Auch im Schlussdrittel können und wollen die Haie nicht dagegenhalten. Adam Mitchell kann sogar in Unterzahl auf 4:1 für die Mannschaft von Ex-Köln-Coach Hans Zach erhöhen.
Mittlerweile wächst auch intern der Druck auf KEC-Manager Rodion Pauels immer mehr an. KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin hat schon vor wenigen Tagen gestanden: „Wir haben das komplette letzte Jahr verpennt, haben uns vom Erfolg blenden lassen.“
Klarer Giftpfeil Richtung Manager, der den Kader falsch zusammengestellt hat. Und alternden Spielern wie Mirko Lüdemann (34) und Stephane Julien (34) einen Drei-Jahres-Vertrag serviert hat. Jetzt hat der Klub kein Druckmittel gegen die lustlosen Auftritte in der Hand.
Trainer Clayton Beddoes kann einem fast schon leid tun. Er sagt: „Das erste Drittel war noch ordentlich, aber dann haben wir viele Fehler gemacht und eine Auszeit im Kopf genommen. Hannover war da und hat die Fehler ausgenutzt. Ich bin natürlich nicht zufrieden.“
Zach hat Mitleid mit seinem Ex-Klub: „Man hat gesehen, welche Mannschaft Selbstvertrauen hat und welche nicht.“
DEG-Zukunft: Walters wichtigste Woche
Manager Walter Köberle hat viel zu tun: Nach den zahllosen Abgängen muss er die neue Truppe für die kommende Saison aufstellen. Die Personalie Ben Gordon steht dabei ganz oben auf der Agenda.
Samba-Party für die DEG-Sieger
„Wir sind stolz auf unser Team, Halleluja“, sang die riesige Düsseldorfer Fan-Kolonie nach der Schluss-Sirene, feierte fröhlich den hauchdünnen 3:2-Sieg ihrer Lieblinge bei den Icetigers.
DEG: Von Krefeld wieder böse verprügelt
„Das tut richtig weh“, muss Kapitän Daniel Kreutzer zugeben. Vor allem den einzigen echten Düsseldorfer im DEG-Team schmerzen die Pleiten in den Prestige-Duellen mit den Nachbarn ganz besonders.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 138:108 | 80 | ||
| 2 | Adler Mannheim | 142:120 | 77 | ||
| 3 | Wolfsburg | 144:98 | 76 | ||
| 4 | ERC Ingolstadt | 135:118 | 76 | ||
| 5 | Straubing Tigers | 133:118 | 70 | ||
| 6 | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 133:140 | 64 | ||
| 8 | EHC München | 102:103 | 61 | ||
| 9 | Kölner Haie | 107:116 | 61 | ||
| 10 | Augsburger Panther | 104:108 | 60 | ||
| 11 | Krefeld Pinguine | 109:125 | 59 | ||
| 12 | Iserlohn Roosters | 117:135 | 59 | ||
| 13 | Nürnberg | 96:131 | 41 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 94:129 | 39 | ||