Köln - Da war es wieder, das fiese Gesicht der Haie: Beim 2:5 in Mannheim ließen sie sich schon im ersten Drittel widerstandslos abschlachten - nur drei Tage nach dem Überraschungssieg bei Meister Berlin.
Wenn ich wüsste, woran es liegt, würde ich es ändern“, ist auch Sportchef Rodion Pauels ratlos: „Dem ersten Tor ging ein katastrophaler Fehler voraus (Moritz Müller und Mats Trygg/d.Red.), danach haben wir unsere Ordnung nicht wiedergefunden.“
Weil das in dieser Seuchensaison immer wieder passiert, glauben nur noch passionierte Optimisten an das Erreichen von Pre-Playoff-Platz zehn. Damit es noch reichen könnte, müsste wohl in den 16 verbleibenden Spielen ein Schnitt von zwei Punkten pro Partie her - den haben nur Spitzenreiter Hannover und annähernd die Verfolger Berlin und Mannheim.
Pauels will die Hoffnung nicht aufgeben: „Der Glaube ist immer noch da. Natürlich wird es immer enger und gewiss nicht nicht einfach, aber wir werden weiter Gas geben.“ Weiter?
Die Haie müssten jetzt mal anfangen, doch ob dies ausgerechnet am Sonntag (14.30 Uhr/LANXESS arena) gegen Krefeld gelingt, scheint mehr als zweifelhaft. Gegen die Pinguine gab es in dieser Saison mit 1:6 und 0:6 bereits zwei Mega-Pleiten. „Da haben wir zwei Mal blamabel ausgesehen“, sagt Pauels: „Das hat der Trainer der Truppe gestern noch einmal eingebläut - das ist heute ein Charakterspiel.“
Ob die Haie ihr Herz noch einmal zurückfinden? Besonders an das 0:6 vom 23. November in Krefeld denkt Pauels mit Schrecken zurück: „Das war das schlechteste Spiel der Kölner Haie seit Jahren. Das war Männer gegen Kinder - so was passiert nur ein Mal im Leben.“
Na hoffentlich - am Sonntag muss ein Sieg her. Pauels: „Egal wie!“ Klingt irgendwie nach Zweckoptimismus.
DEG-Zukunft: Walters wichtigste Woche
Manager Walter Köberle hat viel zu tun: Nach den zahllosen Abgängen muss er die neue Truppe für die kommende Saison aufstellen. Die Personalie Ben Gordon steht dabei ganz oben auf der Agenda.
Samba-Party für die DEG-Sieger
„Wir sind stolz auf unser Team, Halleluja“, sang die riesige Düsseldorfer Fan-Kolonie nach der Schluss-Sirene, feierte fröhlich den hauchdünnen 3:2-Sieg ihrer Lieblinge bei den Icetigers.
DEG: Von Krefeld wieder böse verprügelt
„Das tut richtig weh“, muss Kapitän Daniel Kreutzer zugeben. Vor allem den einzigen echten Düsseldorfer im DEG-Team schmerzen die Pleiten in den Prestige-Duellen mit den Nachbarn ganz besonders.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 138:108 | 80 | ||
| 2 | Adler Mannheim | 142:120 | 77 | ||
| 3 | Wolfsburg | 144:98 | 76 | ||
| 4 | ERC Ingolstadt | 135:118 | 76 | ||
| 5 | Straubing Tigers | 133:118 | 70 | ||
| 6 | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 133:140 | 64 | ||
| 8 | EHC München | 102:103 | 61 | ||
| 9 | Kölner Haie | 107:116 | 61 | ||
| 10 | Augsburger Panther | 104:108 | 60 | ||
| 11 | Krefeld Pinguine | 109:125 | 59 | ||
| 12 | Iserlohn Roosters | 117:135 | 59 | ||
| 13 | Nürnberg | 96:131 | 41 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 94:129 | 39 | ||