Köln - Um 1.57 Uhr Montag früh ist der Mannschaftsbus der Haie zurück aus Nürnberg. Mit im Gepäck: Die siebte Pleite im siebten Spiel.Und den designierten Rauswurf von Coach Doug Mason.
Offiziell ist es noch nicht, doch Mason weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Morgen ist ein neuer Trainer hier, aber die Probleme sind die alten“, hadert er, als er seine Sachen aus dem Bus nimmt.
Um 2.18 Uhr verlässt Mason das Haie-Zentrum Richtung Düsseldorf, kurz vor elf Uhr mittags ist er wieder da. Der 53-jährige Holland-Kanadier nimmt seinen Rauswurf entgegen, erklärt gegen viertel vor zwölf gefasst: „Das Gespräch war kurz und sachlich. Man hat mir gesagt, dass ich freigestellt werde. Das verstehe ich auch, der Verein muss jetzt wieder nach vorne kommen. Ich wusste, was mich erwartet, deshalb tut es nicht so weh.“
Ein bisschen weh tut es ihm wohl doch, aber Mason überspielt das professionell. Holt zwei Umzugskartons aus seinem Dienstwagen und sagt: „Ein guter Trainer ist immer vorbereitet.“
Kein Nachtreten, kein böses Wort in irgendeine Richtung. Mason geht mit Stil. Und will sich nun in aller Ruhe einen neuen Job suchen: „Ich fliege zu meinem Sohn nach Kanada, er hat gerade ein Stipendium bekommen, das freut mich. Ich werde rund drei Wochen bleiben. Die Leute im Eishockey wissen, dass ich ein guter Trainer bin. Ich werde wieder einen Job bekommen. Aber ich werde nicht irgendeinen nehmen, sondern auf den richtigen warten. Ich habe jetzt sechs Monate bezahlten Urlaub.“
Trainer-Wechsel bei den Haien - die richtige Entscheidung? Hier mitreden.
Tomlinson-Erbe: Welcher Trumpf sticht?
Geht Jeff, setzt Manager Köberle auf einen deutschen Coach. Krinner, Brittig, Rumrich, Drasaitl sind im „Angebot“.
DEG-Zukunft: Walters wichtigste Woche
Manager Walter Köberle hat viel zu tun: Nach den zahllosen Abgängen muss er die neue Truppe für die kommende Saison aufstellen. Die Personalie Ben Gordon steht dabei ganz oben auf der Agenda.
Samba-Party für die DEG-Sieger
„Wir sind stolz auf unser Team, Halleluja“, sang die riesige Düsseldorfer Fan-Kolonie nach der Schluss-Sirene, feierte fröhlich den hauchdünnen 3:2-Sieg ihrer Lieblinge bei den Icetigers.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 138:108 | 80 | ||
| 2 | Adler Mannheim | 142:120 | 77 | ||
| 3 | Wolfsburg | 144:98 | 76 | ||
| 4 | ERC Ingolstadt | 135:118 | 76 | ||
| 5 | Straubing Tigers | 133:118 | 70 | ||
| 6 | Hamburg Freezers | 112:117 | 65 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 133:140 | 64 | ||
| 8 | EHC München | 102:103 | 61 | ||
| 9 | Kölner Haie | 107:116 | 61 | ||
| 10 | Augsburger Panther | 104:108 | 60 | ||
| 11 | Krefeld Pinguine | 109:125 | 59 | ||
| 12 | Iserlohn Roosters | 117:135 | 59 | ||
| 13 | Nürnberg | 96:131 | 41 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 94:129 | 39 | ||